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	<title>Jagdmagazin von jagd1.de &#187; Jagdpraxis</title>
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	<description>Jagdblog über Jagd und Jagdgelegenheiten</description>
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		<title>Jagd auf Feisthirsche</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 08:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion@jagd1.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

 	In diesem Jahr kann ich mich auch nicht schon wieder davor dr&#252;cken, etwas zum Thema Feisthirsche und „Waldgespenster“ zu Papier zu bringen.  Zun&#228;chst die Frage, wo Vorteile und Nachteile der Bejagung unserer Feisthirsche liegen.
Vorteilhaft wirkt sich aus, dass viele Hirsche im August noch im Rudel stehen und uns so den Vergleich bzw. die [...]]]></description>
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<p> 	<img class="attachment wp-att-142 alignleft" src="http://blog.jagd1.de/wp-content/uploads/array.JPG" alt="" width="320" height="240" />In diesem Jahr kann ich mich auch nicht schon wieder davor <a title="dr&#252;cken" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/drucken-1765/">dr&#252;cken</a>, etwas zum Thema Feisthirsche und „Waldgespenster“ zu Papier zu <a title="bringen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bringen-1882/">bringen</a>. <span id="more-141"></span> Zun&#228;chst die Frage, wo Vorteile und Nachteile der Bejagung unserer Feisthirsche <a title="liegen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/liegen-2169/">liegen</a>.</p>
<p>Vorteilhaft wirkt sich aus, dass viele Hirsche im August noch im <a title="Rudel" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/rudel-2320/">Rudel</a> stehen und uns so den Vergleich bzw. die Altersansprache erleichtern. Insbesondere deren <a title="Kirchgang" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/kirchgang-1548/">Kirchgang</a> in den sp&#228;ten Vormittags- und/oder den Mittagsstunden erlaubt uns gutes <a title="Ansprechen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ansprechen-1658/">Ansprechen</a>. Dies funktioniert aber nur in <a title="Revieren" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revieren-2295/">Revieren</a>, in denen das <a title="Rotwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/rotwild-34/">Rotwild</a> Ruhe hat und &#252;berwiegend tagaktiv ist. Wer jeden Tag um die Einst&#228;nde abf&#228;hrtet, wer dauerhaft nachts und &#252;berall ansitzt, kennt solche Anblicke nicht: Wo s&#228;mtliches Wild nur noch zur D&#228;mmerungs- oder Nachtzeit auf die &#196;sungsfl&#228;chen <a title="tritt" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/tritt-2354/">tritt</a>, dort h&#228;lt sich bis heute die Sage von den „Waldgespenstern“.</p>
<p>Ob tag- oder d&#228;mmerungsaktiv: Besonders unseren Wild&#228;ckern kommt im August eine gro&#223;e Bedeutung zu. Schaffen wir es, durch besondere Leckerbissen unsere Feisthirsche einerseits ans <a title="Revier" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revier-1501/">Revier</a> zu <a title="binden" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/binden-1851/">binden</a>, andererseits sie – bedingt durch gro&#223;en Hunger – auf diese Fl&#228;chen bei guten Licht zu <a title="locken" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/locken-2172/">locken</a>? Hier ist auch der vorsichtigste <a title="Feisthirsch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/feisthirsch-1970/">Feisthirsch</a> verwundbar!</p>
<p>Zweite Achillesferse des Geweihten: Nichts liebt der Feisthirsch in den <a title="hei&#223;" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/heis-2085/">hei&#223;</a>en Sommertagen mehr als ein k&#252;hlendes Schlammbad! Jetzt bew&#228;hren sich unsere Suhlen, die wir rechtzeitig gepflegt haben und an denen auch schon seit langer Zeit Ruhe herrscht. Jetzt ist die Zeit, wo wir uns eine Ausnahme genehmigen k&#246;nnen: den <a title="Ansitz" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ansitz-1461/">Ansitz</a> an einer Suhle in der N&#228;he des Sommereinstandes des Feisthirsches. Dieser Ansitz lohnt sich insbesondere um die Mittagsstunden und birgt um diese Zeit noch einen Vorteil: Wir st&#246;ren nicht beim Aus- und Einwechseln in den Abend- und Morgenstunden, haben – hoffentlich – eine genaue Vorstellung, wo der <a title="Hirsch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/hirsch-1518/">Hirsch</a> herkommt (<a title="Einstand" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/einstand-1921/">Einstand</a>) und wo er hin will (Suhle) und haben zudem den aktuellen Wind vor Ort rechtzeitig und gewissenhaft pr&#252;fen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>Wettlauf mit der Zeit &#8211; Und wieder tickt die Uhr!</strong></p>
<p>Aber die <a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a> auf den Feisthirsch birgt auch Nachteile: Jeder im August erlegte kapitale Hirsch fehlt sp&#228;ter bei der <a title="Brunft" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/brunft-1464/">Brunft</a>. Wie steht es denn um unsere reifen Hirsche? Nehmen genug alte Recken an der Brunft teil? Je mehr alte Hirsche im <a title="Bestand" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bestand-1839/">Bestand</a> <a title="fehlen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/fehlen-1968/">fehlen</a>, umso unausgewogener ist das <a title="Geschlechterverh&#228;ltnis" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/geschlechterverhaltnis-2038/">Geschlechterverh&#228;ltnis</a>.</p>
<p>Ein weiterer Nachteil ist zwangsl&#228;ufig die Beunruhigung des Reviers durch unsere Pr&#228;senz und unsere Jagd. Hier muss jeder Revierinhaber selber seine Rechnung aufmachen: Ist es dieser Geweihte „wert“, unter Umst&#228;nden andere Hirsche zu <a title="vergr&#228;men" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/vergramen-2395/">vergr&#228;men</a> oder <a title="Kahlwild" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/kahlwild-1530/">Kahlwild</a> zu beunruhigen, das dann das Revier verl&#228;sst? Wie gro&#223; ist mein Revier, d.h. st&#246;re ich zu massiv?</p>
<p>Diese Fragen stellen sich selbstverst&#228;ndlich in jenen Revieren nicht, welche nur Feisthirsche haben, die vor der Brunft wieder abwandern. Hier entsteht – je nach Wetterlage – ein Wettlauf mit der Zeit. In Feldrevieren bangt der <a title="J&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jager-1480/">J&#228;ger</a>, wann die Roggen- und Weizenschl&#228;ge abgeerntet werden. Kommt morgen der M&#228;hdrescher? Hilft der Regen, die Ernte zu verz&#246;gern oder nimmt er mir das <a title="B&#252;chsenlicht" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/buchsenlicht-1900/">B&#252;chsenlicht</a>? Manchmal entscheiden Stunden dar&#252;ber, ob der <a title="Abschuss" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/abschuss-1460/">Abschuss</a> des ersehnten Hirsches noch gelingt.</p>
<p>Im Waldrevier, das nur Feisthirsche kennt, bleibt zwar der Druck durch die m&#246;gliche Ernte aus, doch auch hier setzen sich die Hirsche im August Richtung Brunftreviere in Bewegung. Die Probleme stellen sich mancherorts so dar: Wie viele Touristen bev&#246;lkern in der Ferienzeit meinen Wald und habe ich dann noch ausreichend Ruhe und Gelegenheit an meine alten Hirsche zu kommen?</p>
<p>Apropos alter Hirsch: Fast immer verkn&#252;pfen wir unsere Gedanken und Bemerkungen rund um den Feisthirsch mit alten Recken. Warum, wenn wir uns &#252;ber das Geschlechterverh&#228;ltnis und die Anzahl alter Hirsche zur Brunft nicht sicher sind, <a title="jagen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagen-1479/">jagen</a> wir nicht auch ebenso gerne auf mittelalte oder gar junge Hirsche? Wildbiologisch ist es sicher weniger bedenklich, wenn wir im August schon damit beginnen, den einen oder anderen Hirsch der Jugendklasse zu <a title="erlegen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/erlegen-1932/">erlegen</a>.</p>
<p>Auch hier hei&#223;t es wieder, die Vor- und Nachteile abzuw&#228;gen. Welche Jagdstrategie greift in meinem Revier am besten? Diese Frage muss jeder Revierinhaber selber beantworten. Im Juli und August Jagdruhe einhalten, um in der Brunft genug Kahlwild und (alte) Hirsche zu haben? Oder die Hirsche der Klasse II und III (so letztere denn gefegt haben) schon Anfang August oder <a title="Ende" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ende-1930/">Ende</a> August zu bejagen, um sp&#228;ter, nach der Brunft, nicht in Abschussdruck zu geraten?</p>
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		<title>Das Jagdrevier im Ablauf des Monats Juni &#8211; Jungf&#252;chse</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 05:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jagd1</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

 	Ran an die Jungf&#252;chse! Wenn also im Juni mehr der Ruhefaktor greift, f&#252;hrt mich mein Weg an die Fuchsbaue! Hier gibt es immer etwas zu entdecken, zu fotografieren – und zu jagen! Die Jungf&#252;chse sind nun vor dem Bau anzutreffen oder machen bereits ihre ersten Ausfl&#252;ge. Wie jedes Jahr lade ich revierlose Absolventen des [...]]]></description>
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<p> 	<img class="attachment wp-att-132 alignleft" src="http://blog.jagd1.de/wp-content/uploads/jagd-im-juni.jpg" alt="" width="180" height="135" />Ran an die Jungf&#252;chse! Wenn also im Juni mehr der Ruhefaktor greift, f&#252;hrt mich mein Weg an die Fuchsbaue! Hier gibt es immer etwas zu entdecken, zu fotografieren – und zu <a title="jagen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagen-1479/">jagen</a>! Die Jungf&#252;chse sind nun vor dem Bau anzutreffen oder machen bereits ihre ersten Ausfl&#252;ge. Wie jedes Jahr lade ich revierlose Absolventen des letzten Jungj&#228;gerkurses ein und beteilige sie an der Fuchs- und Frischlingsbejagung. <span id="more-174"></span></p>
<p>Jeder bekannte Fuchsbau wird unter Beachtung der Windrichtung abgestellt. Jede <a title="frisch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/frisch-1999/">frisch</a> gem&#228;hte Wiese ist besetzt, jeder gef&#228;hrdete Wildacker wird „bewacht“. Aus der Einbindung der <a title="Jungj&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jungjager-2138/">Jungj&#228;ger</a> entstanden so genannte „Jungj&#228;gern&#228;chte“, die die l&#228;ngsten Tage des Jahres, vom Mondlicht v&#246;llig unabh&#228;ngig, sinnvoll nutzen. Was erreichen wir damit? Mit den Jungj&#228;gern&#228;chten <a title="decken" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/decken-1747/">decken</a> wir drei Punkte ab: Einbindung des neuen Jagdnachwuchses Effektive Niederwildhege Intensive Wildschadensabwehr.</p>
<p>In diesem Jahr habe ich ein f&#252;nfk&#246;pfiges „Jungj&#228;ger-<a title="Rudel" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/rudel-2320/">Rudel</a>“ zusammen und freue mich schon auf die Gespr&#228;che in der Jagdh&#252;tte: Wer hat was gesehen oder gar erlegt? Passiert ist – dies sei Skeptikern gegen&#252;ber ausdr&#252;cklich betont – nie etwas! Es wurde immer sauber geschossen. Immer lagen Jungf&#252;chse oder Frischlinge, selten gab es mal eine <a title="Nachsuche" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/nachsuche-1783/">Nachsuche</a> und nie lag ein falsches St&#252;ck! Die Jungj&#228;geransitze finden – um nicht &#252;berall im <a title="Revier" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revier-1501/">Revier</a> f&#252;r Unruhe zu sorgen, nur an den o.g. „Krisenherden statt. Abgerundet wird das Engagement der Jungj&#228;ger durch zwei N&#228;chte, in denen wir Hasen z&#228;hlen. Die Hasenpopulation hat nun zahlenm&#228;&#223;ig den H&#246;hepunkt erreicht – und wir machen uns gemeinsam mit den Jagdnachbarn um Mitternacht zur Scheinwerferz&#228;hlung der M&#252;mmelm&#228;nner. Die Jungj&#228;gerwochen waren stets ein gro&#223;er Erfolg: Viele wertvolle Kontakte ergaben, viele <a title="neue" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/neue-1793/">neue</a> Eindr&#252;cke wurden ausgetauscht und mancher Jungj&#228;ger.</p>
<p>Text: Peter Burkhardt http://www.peter-burkhardt.de</p>
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		<title>Jagd geht alle an! Jagd als Wirtschaftsmotor in Deutschland</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 14:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion@jagd1.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jagdpraxis]]></category>
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		<description><![CDATA[

 	In Deutschland gibt es fast 340.000 Jagdscheininhaber und das Hauptziel ist der Schutz und die Erhaltung einer artenreichen Tierwelt und deren Lebensraum. 
Die J&#228;ger &#252;ben die Jagd auf einer Fl&#228;che von 32. Mio Hektar aus und diese Fl&#228;che besteht aus &#252;ber 70.000 Revieren. In einer Brosch&#252;re des Deutschen Jagdverbandes www.jagd-online.de findet man eindrucksvolle Informationen. [...]]]></description>
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<p> 	In Deutschland gibt es fast 340.000 Jagdscheininhaber und das Hauptziel ist der Schutz und die Erhaltung einer artenreichen Tierwelt und deren Lebensraum. <span id="more-138"></span></p>
<p>Die <a rel="nofollow" target="_blank" title="J&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jager-1480/">J&#228;ger</a> &#252;ben die <a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a> auf einer Fl&#228;che von 32. Mio Hektar aus und diese Fl&#228;che besteht aus &#252;ber 70.000 <a title="Revieren" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revieren-2295/">Revieren</a>. In einer Brosch&#252;re des Deutschen Jagdverbandes <a href="http://www.jagd-online.de">www.jagd-online.de</a> findet man eindrucksvolle Informationen. So wird dargestellt, dass durch die J&#228;ger in den Jagdrevieren fast 6.000 km <a title="Hecken" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/hecken-2080/">Hecken</a> gepflanzt werden, das entspricht fast der L&#228;nge der chinesischen Mauer. Es werden jedes Jahr 1.700 ha <a title="neue" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/neue-1793/">neue</a> Teiche angelegt und f&#252;r die heimische Vogelwelt werden j&#228;hrlich 270.000 Nistk&#228;sten angebracht. Es entstehen rund 2,3 Mio. Arbeitsstunden, das entspricht der Arbeitsleistung von rund 2.100 Vollzeitbesch&#228;ftigten. Die Leistung der J&#228;ger f&#252;hrt zu einer Entlastung der Steuerzahler f&#252;r Naturschutz von j&#228;hrlich rund 40 Mio. Euro.</p>
<p>Der Wirtschaftsfaktor Jagd ist nicht zu untersch&#228;tzen. Neben dem Jagd und Naturschutz investieren die J&#228;ger in Land und Forstwirtschaft, um den Lebensraum f&#252;r Wild und Wald aufrecht zu erhalten. Die Industrie- und Handelszweige rund um gel&#228;ndeg&#228;ngige Fahrzeuge, Jagdwaffen und <a title="Jagdausr&#252;stung" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdausrustung-1477/">Jagdausr&#252;stung</a></p>
<p><strong>Kontrolle der Jagd durch gesetzliche Regelung</strong></p>
<p>Der Staat regelt im Jagdgesetz und mit strengen Vorschriften und Gesetzen, die schon mit der Vergabe des Jagdscheins bzw. der <a title="J&#228;gerpr&#252;fung" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagerprufung-2136/">J&#228;gerpr&#252;fung</a> beginnen die Rahmenbedingungen f&#252;r den Weg zum J&#228;ger. Es wird durch Jagdzeiten (legen <a title="fest" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/fest-1975/">fest</a> welches Wild zu welchen Zeiten bejagt werden darf), durch feste Abschusspl&#228;ne und durch die Verpflichtung zur tierschutzkonformen Jagd sichergestellt, dass die Jagd <a title="waidgerecht" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/waidgerecht-2466/">waidgerecht</a> und zur Sicherung des Wildbestandes erfolgt.</p>
<p>Gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd ist ein heikles Thema. Der J&#228;ger geht seiner Passion im Einklang mit dem Tierschutz sowie dem Natur- und Artenschutz nach. Das Bild des schiessw&#252;tigen J&#228;gers der „schwer bewaffnet“ durch die heimischen W&#228;lder pirscht existiert nur bei nicht informierten Jagdgegnern. Jagd ist <a title="Waidwerk" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/waidwerk-2472/">Waidwerk</a>, d.h. Arbeit mit dem Wald und den Wild.</p>
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		<title>Die Jagd auf Rehwild zur Blattzeit</title>
		<link>http://blog.jagd1.de/jagdpraxis/die-jagd-auf-rehwild-zur-blattzeit-137/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 22:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion@jagd1.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jagdpraxis]]></category>
		<category><![CDATA[August]]></category>
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		<category><![CDATA[Sommer]]></category>

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		<description><![CDATA[

 	Die Uhr l&#228;uft unaufhaltsam. Ist die Chance der Blattzeit erst einmal vertan, haben viele Revierinhaber sp&#228;ter Probleme, ihren Bockabschuss noch zu erf&#252;llen. Die Uhr l&#228;uft dann unaufhaltsam dem Oktober entgegen und die Aktivit&#228;tskurve der Herren steigt erst Ende September wieder an. Insbesondere in Waldrevieren kommt der ein oder andere dann nicht mehr oder in [...]]]></description>
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<p> 	Die Uhr l&#228;uft unaufhaltsam. Ist die Chance der <a title="Blattzeit" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/blattzeit-1861/">Blattzeit</a> erst einmal vertan, haben viele Revierinhaber sp&#228;ter Probleme, ihren Bockabschuss noch zu erf&#252;llen. Die Uhr l&#228;uft dann unaufhaltsam dem Oktober entgegen und die Aktivit&#228;tskurve der Herren steigt erst <a title="Ende" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ende-1930/">Ende</a> September wieder an. Insbesondere in Waldrevieren kommt der ein oder andere dann nicht mehr oder in zu geringem Ma&#223;e zu Schuss.<br />
<span id="more-137"></span><br />
<a title="Blatten" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/blatten-1859/">Blatten</a> will gelernt sein, insbesondere die Vielfalt m&#246;glicher Lockt&#246;ne. Wann setzte ich Sie wie und wo ein? Hier hilft die Literatur nur wenig, ein Tonkassette schon mehr. Besser noch, wir besuchen ein Blattjagdseminar, um uns schulen zu lassen oder gehen bei einem erfahrenen <a title="Nimrod" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/nimrod-1798/">Nimrod</a> in die lehre, um uns einzuh&#246;ren. Nichts hilft besser, als der richtige Ton im eigenen Ohr. Wenn ich nicht genau wei&#223;, wie „es“ sich anh&#246;ren muss, richte ich eher konzertanten Schaden an, statt alte, erfahrene B&#246;cke schussgerecht heranzumusizieren – und die wollen wir doch <a title="erlegen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/erlegen-1932/">erlegen</a>, oder?</p>
<p>Was wir in vielen <a title="Revieren" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revieren-2295/">Revieren</a> leider nun erleben m&#252;ssen, sind Besucherdruck, Ferieng&#228;ste und Unruhe durch die Ernte. Was tun? <a title="Versetzen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/versetzen-2412/">Versetzen</a> wir uns in die Lage des Rehbockes! Jogger, Reiter und andere Naturnutzer haben wir als recht harmlos kennen gelernt. Nur die gelegentlich auftauchenden gr&#252;nen Gestalten, die einzeln abseits der Wege auftauchen, sind gef&#228;hrlich! Sie sind selbst dann im <a title="Revier" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revier-1501/">Revier</a>, wenn der letzte Wanderer raus ist und der erste Jogger noch nicht da. Da muss man wachsam sein, als <a title="Bock" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bock-1868/">Bock</a>!</p>
<p>F&#252;r uns Nimrode bedeutet dies im Feldrevier: Wir <a title="jagen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagen-1479/">jagen</a> auch und bevorzugt zur „dummen Stunde“ um die Mittagszeit. Hier lassen sich B&#246;cke gut <a title="ansprechen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ansprechen-1658/">ansprechen</a> und diese „Faulpirsch“ hat auch so ihre Reize.</p>
<p>Warum besetzen wir zudem immer wieder Reviereinrichtung, wo fr&#252;h und sp&#228;t St&#246;rungen garantiert sind? Jetzt, im August, wo wir blatten k&#246;nnen, gibt es meines Erachtens nur eine gute Reviereinrichtung: Der Sitzstock. Sein Sie mobil, versuchen Sie sich ruhig einmal am <a title="feuchten" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/feuchten-1979/">feuchten</a> Graben zwischen zwei gro&#223;en Getreideschl&#228;gen oder setzen Sie sich im Waldrevier einmal mitten in die Best&#228;nde und nicht wieder an den Waldrand, wo ohnehin jeder vorbeil&#228;uft.</p>
<p>Machen Sie zur Blattzeit doch einmal einiges jagdlich anders, <a title="gerade" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/gerade-2031/">gerade</a> jetzt, wo wir sogar noch aktiv in den Brunftbetrieb eingreifen k&#246;nnen und uns hoffentlich der ein oder andere Bock auf unser Blatten hin sein Geh&#246;r schenkt.</p>
<p>Ein Bekannter begleitet sogar die – f&#252;r das Wild und uns <a title="J&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jager-1480/">J&#228;ger</a> – leidigen M&#228;harbeiten mit der Waffe. Der Landwirt ruft ihn ein paar Tage vorher an und teilt im den Mahdtermin mit. Daraufhin findet sich der J&#228;ger am Getreideschlag ein und setzt sich mit halben Wind an. Siehe da, aus dem Getreideschlag <a title="wechseln" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/wechseln-2483/">wechseln</a> zun&#228;chst <a title="Ricke" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ricke-2296/">Ricke</a> und <a title="Kitz" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/kitz-1550/">Kitz</a> und schlie&#223;lich auch ein Bock gegen den Wind aus. Alle streben langsam ziehend einem Feldgeh&#246;lz entgegen. Auf dem Weg dorthin wartet der J&#228;ger in der zweiten Reihe eines Maisschlages sitzend. Kurz bevor der Bock ins Feldgeh&#246;lz einwechselt, pfeift ihn in der Waidmann an, der Bock verhofft und liegt Augenblicke sp&#228;ter verendet auf den <a title="frisch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/frisch-1999/">frisch</a> gem&#228;hten Stoppeln.</p>
<p>Im Waldrevier sitze ich jetzt ebenso wenig am Waldweg, sondern im <a title="Bestand" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bestand-1839/">Bestand</a>, in der N&#228;he von Dickungen oder Naturverj&#252;ngungen oder an Gatterfl&#228;chen an. Hier finde ich mich insbesondere nach dem Regen ein, wenn das Wild zu jeder Tageszeit aus den nassen Dickungen <a title="auswechseln" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/auswechseln-1724/">auswechseln</a> m&#246;chte, aber noch offenen Wald oder gar Lichtungen scheut.</p>
<p><strong><a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a>-Video des Monats: Jagd auf <a title="Rehwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/rehwild-33/">Rehwild</a> zur Blattzeit</strong></p>
<p width="425" height="344">&nbsp;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" width="425" height="344"><param name="width" value="425" /><param name="height" value="344" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4XBqEQTO7t4&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" allowfullscreen="true" src="http://www.youtube.com/v/4XBqEQTO7t4&amp;hl=en&amp;fs=1"></embed></object></p>
<p>Text: Peter Burkhardt http://www.peter-burkhardt.de</p>
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		<title>Rehwild-Jagdfieber – Die Bockjagd geht los!</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 20:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion@jagd1.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jagdpraxis]]></category>
		<category><![CDATA[Bockjagd]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[Jagd im Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Jagdfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Rehwild]]></category>

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		<description><![CDATA[

 	Der Mai ist f&#252;r die J&#228;ger der Beginn der Jagd. Aber vor der Jagd nimmt sich der vern&#252;nftige J&#228;ger Zeit und erkennt: Vorbereitung und Revierkenntnis sind die Erfolgsfaktoren f&#252;r eine erfolgreiche Jagd. Viele J&#228;ger kennen ihr Revier nur haupts&#228;chlich aus dem PKW heraus und beunruhigen das Wild durch die Anfahrten durchs Revier. Wer wissen [...]]]></description>
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<p> 	Der Mai ist f&#252;r die <a title="J&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jager-1480/">J&#228;ger</a> der Beginn der <a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a>. Aber vor der Jagd nimmt sich der vern&#252;nftige J&#228;ger Zeit und erkennt: Vorbereitung und Revierkenntnis sind die Erfolgsfaktoren f&#252;r eine erfolgreiche Jagd. Viele J&#228;ger kennen ihr <a title="Revier" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revier-1501/">Revier</a> nur haupts&#228;chlich aus dem PKW heraus und beunruhigen das Wild durch die Anfahrten durchs Revier. Wer wissen will wo sein Wild steht, sollte zu Fu&#223; oder mit dem Fahrrad vorsichtig sein Revier erkunden. Der <a title="Jagderfolg" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagderfolg-1483/">Jagderfolg</a> steigt mit den Wissen um die Gewohnheiten des Rehwildes: Fegestellen, <a title="Wechsel" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/wechsel-2482/">Wechsel</a>, Ruhelager, Einst&#228;nde sind die Anhaltspunkte um das Wild im Revier zu <a title="best&#228;tigen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bestatigen-1841/">best&#228;tigen</a>.<span id="more-120"></span></p>
<p>Das <a title="Rehwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/rehwild-33/">Rehwild</a> ist die Wildart, die im Mai von dem J&#228;ger vorrangig bejagt wird. Mit der Jagd auf den Rehbock soll vor allem auch der <a title="Abschuss" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/abschuss-1460/">Abschuss</a> der Schmalrehe erfolgen. Die <a title="frisch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/frisch-1999/">frisch</a> verfegte Troph&#228;e des Rehbock ist f&#252;r den J&#228;ger das Ziel von vielen Ansitzen im Morgengrauen bevor die Natur erwacht. Die Bockjagd ist f&#252;r Fr&#252;haufsteher, denn nicht selten muss f&#252;r die Jagd im Mai schon gegen 4 Uhr im Jagd-Revier sein. Durch den hohen Freizeitdruck, vor allem in stadtnahen Jagd-<a title="Revieren" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revieren-2295/">Revieren</a> l&#228;sst das Rehwild erst sehr sp&#228;t, d.h. in der D&#228;mmerung austreten. Nicht selten erlebt es der J&#228;ger, dass er beim <a title="Verlassen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/verlassen-2401/">Verlassen</a> des Hochsitzes in der Dunkelheit dem Wild begegnet. Es gilt die Jagd-Regel: Sitzen, Sitzen, Sitzen! Bei einer Befragung mehrerer J&#228;ger wurde deutlich, dass die meisten Rehb&#246;cke erst in der letzten Stunde vor Sonnenuntergang erlegt werden.</p>
<p><strong><a title="Ansprechen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ansprechen-1658/">Ansprechen</a> von Rehwild</strong></p>
<p>Vor allem bei schlechten Lichtverh&#228;ltnissen muss der J&#228;ger trotz moderner Jagd-Optik oftmals das Rehwild <a title="ziehen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ziehen-2444/">ziehen</a> lassen, da ein eindeutiges Ansprechen nicht m&#246;glich ist. Der Unterschied zwischen einem Schmalreh und einer f&#252;hrenden <a title="Ricke" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ricke-2296/">Ricke</a> muss eindeutig festgestellt werden. Das hohe Gras und Str&#228;ucher machen den Blick auf die Spinne nicht einfach und nicht einmal das ist ein eindeutiges <a title="Zeichen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/zeichen-2440/">Zeichen</a> daf&#252;r, dass eine Ricke f&#252;hrt. Das einj&#228;hrige Schmalreh kann aufgrund des jungen Wildk&#246;rpers auf kurze Distanz gut erkannt werden. Der schlecht veranlagte <a title="Knopfbock" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/knopfbock-1562/">Knopfbock</a> wird manchmal geschont, weil man Ihn f&#252;r eine Ricke h&#228;lt und ein sicheres Ansprechen nicht m&#246;glich war. Wer kennt es nicht, dass der alte <a title="Bock" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bock-1868/">Bock</a> im Mai noch grau in der Winterdecke durch die Wiesen zieht und der junge Bock rotbraun im Sonnenuntergang schon von weitem zu erkennen ist? Die alte Jagd-Regel wie sie in der Jagd-Literatur zu finden ist sagt: Jung verf&#228;rbt zuerst und Alt verf&#228;rbt zuletzt, aber Garantie ist dies keine! Generell gilt wie immer bei der Jagd: sicheres Ansprechen von Wild sch&#252;tzt vor Fehlabschuss! Wer das <a title="Waidwerk" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/waidwerk-2472/">Waidwerk</a> gelernt hat und bei der Jagd verantwortungsbewusst mit seinem Wild umgeht, wird dem Anspruch der Jagd <a title="gerecht" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/gerecht-2033/">gerecht</a>. “Schiessw&#252;tige” geh&#246;ren auf den Schiessstand und nicht ins Jagd-Revier.</p>
<p><strong>Ansprechen m&#228;nnliches Rehwild (Rehbock)</strong></p>
<p>Das Ansprechen des Bockes geschieht nach K&#246;rperbau, Zeitpunkt des Verf&#228;rbens und Fegens und nach dem Verhalten, die Troph&#228;e kann nur bedingt f&#252;r die Altersbestimmung genutzt werden.</p>
<ul>
<li>einj&#228;hriger Bock:</li>
</ul>
<p><a title="Verf&#228;rben" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/verfarben-2392/">Verf&#228;rben</a>: verf&#228;rbt im Fr&#252;hjahr als erster, ist als erster rotbraun. K&#246;rperbau: <a title="Tr&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/trager-2347/">Tr&#228;ger</a> d&#252;nn und lang, wird hoch getragen, <a title="Haupt" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/haupt-2077/">Haupt</a> schmal, Gesicht schlicht braun, der Bock wirkt hochl&#228;ufig. Hauptschmuck: das <a title="Geweih" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/geweih-1514/">Geweih</a> wird sehr sp&#228;t geschoben und meist erst im Juni gefegt. Verhalten: unvorsichtig, unruhig und verspielt, steht noch bei der Gei&#223; (Mutter) und bei den Geschwistern.</p>
<ul>
<li>zwei- bis dreij&#228;hriger Bock:</li>
</ul>
<p>Verf&#228;rben: verf&#228;rbt im Vergleich zum J&#228;hrlings-Bock sp&#228;ter. K&#246;rperbau: Tr&#228;ger bereits st&#228;rker, wird nicht mehr so hoch getragen, Vorderl&#228;ufe stehen noch eng, Gesicht auffallend bunt (<a title="wei&#223;" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/weis-2495/">wei&#223;</a>er <a title="Muffelfleck" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/muffelfleck-2213/">Muffelfleck</a> meist zweij&#228;hrig, sich aufl&#246;send meist dreij&#228;hrig). Hauptschmuck: das fr&#252;h geschobene Geweih ist im April/Mai blank. Verhalten: steht bereits allein, ist jedoch noch relativ unvorsichtig.</p>
<ul>
<li> vier- und f&#252;nfj&#228;hriger Bock:</li>
</ul>
<p>Verf&#228;rben: verf&#228;rbt sp&#228;t und ist Anfang Juni noch grau. K&#246;rperbau: Tr&#228;ger stark und wird fast waagrecht getragen, K&#246;rper wirkt gedrungen, die Vorderl&#228;ufe stehen <a title="breit" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/breit-1881/">breit</a>; er hat einen <a title="Vorschlag" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/vorschlag-2430/">Vorschlag</a>. Hauptschmuck: Geweih bereits <a title="Ende" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ende-1930/">Ende</a> Oktober abgeworfen, schiebt daher fr&#252;h und ist Anfang April bereits blank. Verhalten: misstrauisch und vorsichtig, duldet keine j&#252;ngeren B&#246;cke neben sich und vertreibt sie. Er <a title="tritt" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/tritt-2354/">tritt</a> erst sp&#228;t aus seinem Tageseinstand aus.</p>
<p><strong>Ansprechen weibliches Rehwild (Gei&#223; /Ricke)<br />
</strong></p>
<p>Das Alter kann bei der Gei&#223; nur nach der St&#228;rke und der Figur ann&#228;hernd gesch&#228;tzt werden. W&#228;hrend das Schmalreh noch die jugendliche K&#246;rperform, den <a title="d&#252;nnen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/dunnen-1768/">d&#252;nnen</a> steilgetragenen Tr&#228;ger und einen kindlichen Gesichtsausdruck hat, erkennt man sehr alte St&#252;cke an der eckigen Figur mit den eingefallenen Flanken (Nierenstich). Die <a title="Lauscher" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/lauscher-2157/">Lauscher</a> wirken bei alten St&#252;cken &#252;berlang, die Bauchlinie ist durchgebogen. Zum Winterhaar <a title="wechseln" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/wechseln-2483/">wechseln</a> sie sp&#228;ter als junge und mittelalte St&#252;cke und sind im Oktober oft noch rot. Auch sichern sie vor dem &#196;sen sehr lange. Die Kitze beiderlei Geschlechts unterscheiden sich erst im Winterhaar durch die erkennbare Sch&#252;rze des weiblichen St&#252;ckes. Von Schmalreh oder Gei&#223; k&#246;nnen sie auf Grund der geringen K&#246;rpergr&#246;&#223;e und des vertrauten Verhaltens gut unterschieden werden.</p>
<p><strong>Das optimale Jagd-Wetter f&#252;r Rehwild</strong></p>
<p><a href="http://blog.jagd1.de/wp-content/uploads/rehwild.JPG" title="rehwild"><img src="http://blog.jagd1.de/wp-content/uploads/rehwild.thumbnail.JPG" alt="rehwild" align="right" border="5" hspace="5" vspace="5" /></a><br />
<a title="J&#228;gerlatein" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagerlatein-2134/">J&#228;gerlatein</a> und Jagd-Weisheiten wie zum Beispiel: “Es gibt nur schlechte Kleidung kein schlechtes Wetter” oder “wenn der Wind jagd, muss kein J&#228;ger <a title="jagen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagen-1479/">jagen</a>” haben wir alle schon geh&#246;rt, aber was ist wirklich dran am Wetter.<br />
Sonne und Licht f&#246;rdert die Aktivit&#228;t des Rehwilds. Es ist zu beobachten, dass <a title="gerade" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/gerade-2031/">gerade</a> in der D&#228;mmerung und fast schon Einsetzen der Dunkelheit das Rehwild aktiv wird. Die Aktiv Phase von Rehwild nimmt zu bei Frost, Schnee, Windstille oder kurz nach einem Regenschauer.</p>
<p>Sie wollen wissen wie das Jagdwetter wird? Dann lesen Sie auch unseren Artikel &#252;ber das <a href="http://blog.jagd1.de/2008-01-30/jagdwetter-wettervorhersagen-im-internet/"><strong>Jagdwetter &#8211; Wettervorhersagen im Internet</strong></a></p>
<p>Wenn es im Mai nicht klappt, dann machen Sie mal Pause! Intervaljagd steigert den Jagderfolg. Die Zahl der Ansitze nimmt zu und die Jagd auf Rehwild wird zum Frusterlebnis. Gibt es keine Rehe mehr? Die Rehwildpopulation bleibt in den meisten Revieren konstant, die <a title="Pirschzeichen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/pirschzeichen-2248/">Pirschzeichen</a> best&#228;tigen dies, aber die Rehe sind &#8220;unsichtbar&#8221;. Die Durchforstungst&#228;tigkeit und die naturnahe Forstbewirtschaftung hat die Qualit&#228;t des Rehwild-Biotops verbessert. Naturverj&#252;ngungen sind der optimale <a title="Einstand" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/einstand-1921/">Einstand</a>, aber auch das optimale Versteck f&#252;r die Rehe. Zahlreiche Ansitze, aber kein rotes Haar zu sehen&#8230;<br />
Jogger, Reiter, Spazierg&#228;nger und Mountainbiker, die manchmal nicht auf Ihren Wegen bleiben, sind die Unruhefaktoren f&#252;r unser Wild. Das Wild zieht sich zur&#252;ck und durch manche J&#228;ger wird dies durch eine gesteigerte Jagdaktivit&#228;t noch verst&#228;rkt.</p>
<p>Intervalljagd ist eine L&#246;sung und es wird Ihnen gelingen mit der H&#228;lfte der Ansitze zum Ziel zu kommen. Jagdruhezeiten von 6-8 Wochen lassen das Wild wieder Ruhe und Vertrauen zum Revier finden. konzentrieren Sie sich auf die Aktiv-Phasen des Rehwilds, d.h. auf die Zeitr&#228;ume der Einstandsk&#228;mpfe, Revierabgrenzung und <a title="Brunft" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/brunft-1464/">Brunft</a>. Starten Sie die Jagd im Mai und machen Sie Pause im Juni / Juli und nutzen Sie die Monate August / September. Der November ist ebenfalls ein viel versprechender Jagdmonat.</p>
<p>Wir w&#252;nschen Ihnen <a title="Waidmannsheil" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/waidmannsheil-2470/">Waidmannsheil</a> und eine erfolgreiche Bockjagd!</p>
<p>Hat dieser Artikel Ihr Interesse an einer Jagd geweckt? Auf <a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.jagd1.de"><strong>Jagd1.de vermitteln wir Jagd und Jagdgelegenheiten</strong></a>. Schauen Sie doch mal vorbei, vielleicht ist auch ein Jagdangebot f&#252;r Sie dabei?<br />
<em><strong> </strong></em></p>
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		<title>Hochsitze und Unfallverh&#252;tung bei der Jagd</title>
		<link>http://blog.jagd1.de/jagdpraxis/hochsitze-und-unfallverhutung-bei-der-jagd-103/</link>
		<comments>http://blog.jagd1.de/jagdpraxis/hochsitze-und-unfallverhutung-bei-der-jagd-103/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Mar 2008 12:36:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion@jagd1.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jagdpraxis]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsitz]]></category>
		<category><![CDATA[Unfallverhütung]]></category>

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		<description><![CDATA[

 	Bei etwa einem Viertel aller bekannten, der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft gemeldeten Unf&#228;lle im Jagdbetrieb handelt es sich um St&#252;rze von jagdlichen Einrichtungen. Urs&#228;chlich ist zumeist die unsachgem&#228;&#223;e Errichtung oder nicht mehr gew&#228;hrleistete Betriebssicherheit von Ansitzeinrichtungen.
 Regelungen der Unfallverh&#252;tungsvorschrift
Die Unfallverh&#252;tungsvorschrift Jagd (Vorschrift f&#252;r Sicherheit und Gesundheitsschutz VSG 4.4 vom 01. Januar 2000) legt hinsichtlich der Errichtung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p> 	Bei etwa einem Viertel aller bekannten, der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft gemeldeten Unf&#228;lle im Jagdbetrieb handelt es sich um St&#252;rze von jagdlichen Einrichtungen. Urs&#228;chlich ist zumeist die unsachgem&#228;&#223;e Errichtung <span id="more-103"></span>oder nicht mehr gew&#228;hrleistete Betriebssicherheit von Ansitzeinrichtungen.</p>
<p><strong> Regelungen der Unfallverh&#252;tungsvorschrift</strong></p>
<p>Die Unfallverh&#252;tungsvorschrift <a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a> (Vorschrift f&#252;r Sicherheit und Gesundheitsschutz VSG 4.4 vom 01. Januar 2000) legt hinsichtlich der Errichtung und Unterhaltung von Ansitzeinrichtungen <a title="fest" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/fest-1975/">fest</a>, dass sicherzustellen ist, dass</p>
<p>1.	Hochsitze, ihre Zug&#228;nge sowie Stege fachgerecht errichtet und mit Einrichtungen gegen das Abst&#252;rzen von Personen gesichert sind,<br />
2.	bei ortsver&#228;nderlichen Hochsitzen die Standsicherheit gew&#228;hrleistet ist,<br />
3.	Hochsitze vor jeder Benutzung, mindestens jedoch einmal j&#228;hrlich, gepr&#252;ft werden,<br />
4.	nicht mehr ben&#246;tigte Einrichtungen abgebaut werden.<br />
Des weiteren wird festgelegt, dass aufgenagelte Sprossen nur an geneigt stehenden Leitern zul&#228;ssig sind. Die Sprossen sind mit den Leiterholmen fest zu verbinden und auf diesen nach unten hin abzust&#252;tzen.</p>
<p><strong>Errichtung von Ansitzeinrichtungen</strong></p>
<p>Als fachgerecht errichtet gelten alle Ansitzeinrichtungen, bei deren Bau die Hinweise der Brosch&#252;re „Sichere Hochsitzkonstruktion“ beachtet wurden. Diese wurde von den Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften herausgegeben und ist dar&#252;ber auch zu beziehen. Sie enth&#228;lt umfangreiche Hinweise und Anleitungen zum Bau sicherer Hochsitzkonstruktionen.<br />
Gem&#228;&#223; der Durchf&#252;hrungsanweisung zur VSG 4.4 wird als Absturzsicherung von Ansitzleitern die Waffenauflage anerkannt.<br />
Nach der seit 2000 geltenden Regelung m&#252;ssen Leiterholme nicht mehr eingekerbt werden, um die Sprossen aufzunehmen, wenn die Sprossen nach unten abgest&#252;tzt werden. Dies kann beim Neubau z.B. durch Winkel oder zwischen die Sprossen genagelte Kanth&#246;lzer erreicht werden.</p>
<p><strong>J&#228;hrliche Kontrolle</strong></p>
<p>Da Hochsitze in der Regel aus <a title="Holz" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/holz-2108/">Holz</a> errichtet werden, unterliegen sie einem nat&#252;rlichen Alterungsprozess. In Abh&#228;ngigkeit vom Standort, Witterungseinfl&#252;ssen und Holzart k&#246;nnen die jagdlichen Einrichtungen unterschiedlich schnell Verwitterungserscheinungen und damit m&#246;glicherweise Sicherheitsm&#228;ngel aufweisen. Um dies zu &#252;berpr&#252;fen und notwendige Instandsetzungsarbeiten durchzuf&#252;hren, verlangt die UVV Jagd mindestens einmal j&#228;hrlich eine Kontrolle der Ansitzeinrichtungen. Alle erkannten M&#228;ngel m&#252;ssen unverz&#252;glich, sp&#228;testens aber vor der n&#228;chsten Benutzung beseitigt werden.</p>
<p>Die sachgem&#228;&#223;e &#220;berpr&#252;fung beinhaltet sowohl der gesamte <a title="Hochsitz" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/hochsitz-1519/">Hochsitz</a>, die Beschaffenheit des verwendeten Materials als auch jedes einzelne Bauteil. Beginnend mit einer R&#252;ttelprobe vom Erdboden als auch der Sitzposition aus, wird die Statik der Konstruktion und die Haltbarkeit der Verbindungen &#252;berpr&#252;ft. Der Zustand des Bauholzes und damit die Tragf&#228;higkeit wird anschlie&#223;end mittels der Spitze eines Zimmermannshammers gepr&#252;ft. F&#228;ulnisgesch&#228;digte Bauteile sind auszutauschen, bei starken, nicht mehr reparablen Sch&#228;den die Ansitzeinrichtung zu beseitigen. Bei der Kontrolle der einzelnen Bauteile sind s&#228;mtliche Verstrebungen, Verbindungen und insbesondere die Leiter auf ihre Funktionsf&#228;higkeit zu &#252;berpr&#252;fen.</p>
<p>Die oben genannte Brosch&#252;re enth&#228;lt eine Checkliste f&#252;r Ansitzeinrichtungen, nach der eine &#220;berpr&#252;fung schematisch und damit f&#252;r alle Einrichtungen mit gleichbleibender Qualit&#228;t stattfinden kann. Gleichzeitig dienen die ausgef&#252;llten Kontrollb&#246;gen als Nachweis der j&#228;hrlichen &#220;berpr&#252;fung.</p>
<h4><strong><a href="http://blog.jagd1.de/hochsitze-und-reviereinrichtungen/" title="Hochsitze und Reviereinrichtungen" target="_blank">&gt;&gt; Hier geht´s zur Bildergalerie Hochsitze und Reviereinrichtungen</a></strong></h4>
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		<title>Meisterschaft im Hirschr&#246;hren</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 22:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redaktion@jagd1.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jagdpraxis]]></category>
		<category><![CDATA[Hirsch]]></category>
		<category><![CDATA[Hirschröhren]]></category>

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		<description><![CDATA[

 	Mit der deutschen Meisterschaft im Hirschr&#246;hren erlebt die Jagd-Gemeinde ein sonderbares Spektakel. W&#228;hrend der Jagd-Fachmesse Jagd &#38; Hund in Dormund fanden sich mehrere tausend J&#228;ger ein, um Deutschlands besten Hirsch-Imitator unter sich zu k&#252;ren.

Normalerweise sind solche Laute vom Hirsch nur in der Brunftzeit von ca. September bis Oktober in Wald und Forst zu h&#246;ren. [...]]]></description>
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<p> 	Mit der deutschen Meisterschaft im Hirschr&#246;hren erlebt die <a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a>-Gemeinde ein sonderbares Spektakel. W&#228;hrend der Jagd-Fachmesse <strong>Jagd &amp; Hund</strong> in Dormund fanden sich mehrere tausend <a title="J&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jager-1480/">J&#228;ger</a> ein, um Deutschlands besten <a title="Hirsch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/hirsch-1518/">Hirsch</a>-Imitator unter sich zu k&#252;ren.<br />
<span id="more-83"></span><br />
Normalerweise sind solche Laute vom Hirsch nur in der Brunftzeit von ca. September bis Oktober in Wald und Forst zu h&#246;ren. Mit dem lauten <a title="R&#246;hren" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/rohren-2306/">R&#246;hren</a>, sogenannte Lockrufe, versucht der Hirsch in der Brunftzeit seine Konkurrenten, als auch Hirschk&#252;he zu imponieren. Auf der Messe Jagd und Hund will man nun mit m&#246;glichst genauem nachahmen ebenfalls seine Konkurrenten beeindrucken und dabei nicht die Hirschkuh, sondern die Jury &#252;berzeugen.</p>
<p>Bester J&#228;ger im Hirschr&#246;hren war dieses Jahr Immo Ortlep. Er ist Berufsj&#228;ger aus Niedersachsen und neuer Deutscher Meister im Hirschr&#246;hren. Der Wettbewerb und Titel auf der Messe Jagd und Hund wurde wie in den Vorjahren von der Fachzeitschrift <strong>Wild und Hund</strong> veranstaltet.</p>
<p>&#220;brigens findet im Juni in Tschechien die Europameisterschaft im Hirschrufen statt. Wir sind gespannt wie der Deutsche Meister dort abschneidet und <a title="dr&#252;cken" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/drucken-1765/">dr&#252;cken</a> Ihm schon mal vorsorglich die Daumen.</p>
<p><strong>Bei Anruf Hirschr&#246;hren:</strong><br />
Passend zur Hirschbrunft bietet die Deutsche Wildtier Stiftung einen Klingelton f&#252;rs Handy. Eine H&#246;rprobe und den Download (je 0,99 EUR) gibt es unter www.DeutscheWildtierStiftung.de</p>
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		<title>Kennen Sie alle Ausreden um zur Jagd gehen zu k&#246;nnen?</title>
		<link>http://blog.jagd1.de/jagdpraxis/kennen-sie-alle-ausreden-um-zur-jagd-gehen-zu-konnen-75/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 20:50:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jagd1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jagdpraxis]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Jagdausreden]]></category>
		<category><![CDATA[Jagdgattin]]></category>
		<category><![CDATA[Jagdorganisation]]></category>
		<category><![CDATA[Jagdtricks]]></category>

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		<description><![CDATA[

 	Spagat zwischen Familie und Jagd(1.de)
„Willst Du schon wieder zur Dr&#252;ckjagd?“ – wer hat diesen Ausspruch nicht schon mindestens einmal zuhause geh&#246;rt. Und wer – ganz ehrlich – hat sich deswegen nicht schon mindestens einmal eine Ausrede einfallen lassen, warum man gerade zu dieser Jagd fahren muss? Jagd1 gibt hier Tipps und Lebenshilfen weiter: Lesen [...]]]></description>
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<p> 	<strong>Spagat zwischen Familie und <a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a>(1.de)</strong></p>
<p>„Willst Du schon wieder zur <a title="Dr&#252;ckjagd" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/druckjagd-21/">Dr&#252;ckjagd</a>?“ – wer hat diesen Ausspruch nicht schon mindestens einmal zuhause geh&#246;rt. Und wer – ganz ehrlich – hat sich deswegen nicht schon mindestens einmal eine Ausrede <a title="einfallen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/einfallen-1913/">einfallen</a> lassen, warum man <a title="gerade" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/gerade-2031/">gerade</a> zu dieser Jagd <a title="fahren" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/fahren-1944/">fahren</a> muss? Jagd1 gibt hier Tipps und Lebenshilfen weiter: Lesen Sie selbst, was sich der eine oder andere <a title="Weidgenosse" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/weidgenosse-2491/">Weidgenosse</a> einfallen l&#228;sst, um ungest&#246;rt <a title="jagen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagen-1479/">jagen</a> zu k&#246;nnen.<span id="more-75"></span></p>
<p>In wie vielen J&#228;gerhaushalten gibt es immer wieder Streit: In der Regel m&#246;chte der Herr des Hauses ungehindert seiner Passion nachgehen und setzt dies auch mehr oder (meist) weniger feinf&#252;hlig durch. Die Dame des Hauses bleibt mit dem Rest der Familie zuhause und ist dementsprechend schlecht gelaunt. Dabei gibt es eine F&#252;lle an M&#246;glichkeiten, die H&#252;rde „Familie“ elegant zu nehmen. Vielleicht finden Sie sich in der einen oder anderen (wahren!) Anekdote wieder – oder sie lernen sogar noch etwas dazu.</p>
<p><strong>Keine Blumen, keine Pralinen, kein anderer <a title="Hirsch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/hirsch-1518/">Hirsch</a></strong></p>
<p>K&#252;rzlich hatte ich eine Rotwildjagdwoche in der s&#228;chsischen Schweiz gebucht. Am Abend des ersten Jagdtages konnte ich zuf&#228;llig folgendes Gespr&#228;ch zwischen dem Forstbeamten und seiner Frau mit anh&#246;ren: „Wo ist eigentlich unser <a title="Jagdgast" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdgast-1482/">Jagdgast</a> Herr M.?“ „Ach der kommt erst morgen. Er sagte am Telefon, dass er Stress mit seiner Frau habe“. „Warum das denn? Seine Anmeldung stand doch schon lange <a title="fest" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/fest-1975/">fest</a>, ebenso seine Hotelbuchung im Dorf“. „Das schon. Aber seine Frau hat gemeckert, ob er wirklich die ganze Woche wegbleiben will. Daraufhin hat er sich gestern bei mir gemeldet und gesagt, er kommt um des lieben Friedens willen nur vier Tage. Er wollte auch wissen, ob ich wei&#223;, wo hier in der N&#228;he eine G&#228;rtnerei ist. Damit er auf dem R&#252;ckweg noch einen Blumenstrau&#223; besorgen kann“. Der Forstbeamte konnte sich an dieser Stelle ein breites Grinsen nicht verkneifen.</p>
<p>Meine Herren, Blumen wirken ja manchmal Wunder, aber ein Blumenstrau&#223; als Bes&#228;nftigung oder gar Entschuldigung ist so alt, wie es G&#228;rtnereien oder Blumenstr&#228;u&#223;e gibt. Lassen Sie sich doch einmal etwas anderes einfallen (Nein, bitte auch keine Pralinen, selbst wenn es die Lieblingssorte der Gattin ist).</p>
<p>Wie w&#228;re es zum Beispiel hiermit: Sven Harmann ist passionierter <a title="Nimrod" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/nimrod-1798/">Nimrod</a>. Insbesondere das <a title="Schwarzwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/schwarzwild-32/">Schwarzwild</a> liegt ihm am Herzen. Schon beim Gedanken an die Mondjagd auf Schwarzwild im Februar in Brandenburg krippelt es gewaltig Letztes Jahr erlegte er zwei Frischlinge (ohne Abschu&#223;entgeld!) und einen <a title="Keiler" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/keiler-1539/">Keiler</a> („War auch g&#252;nstig“).</p>
<p>Um seine Frau milde zu stimmen, organisiert er selbst&#228;ndig (!) mindestens alle zwei Monate ein Wochenende, an denen die beiden alleine – ohne Kind, <a title="Kegel" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/kegel-1537/">Kegel</a> und Jagd – etwas unternehmen. Sei es eine St&#228;dtetour (nach Rom, Prag und M&#252;nchen wollte sie schon immer mal), einen Theaterbesuch mit vorangegangenem Restaurantbesuch (bitte nicht die Pommes-Bude an der Ecke) oder ein Ausflug nach R&#252;gen. Siehe da &#8211; Harmann zieht dieses Programm &#252;ber das Jahr verteilt durch – und hat damit ohne Murren und <a title="Meckern" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/meckern-2203/">Meckern</a> alle erdenklich jagdlichen Freiheiten!</p>
<p><strong>Gesc</strong><strong>henk-Methode und der Anti-Stress-Trick</strong></p>
<p>Ein Bekannter macht es ebenso geschickt. Er hat von jedem Rothirsch, den er bis jetzt erlegt hat, nat&#252;rlich die <a title="Grandeln" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/grandeln-2050/">Grandeln</a> aufgehoben. Kommt er von der erfolgreichen Jagd nach Hause, hat er das <a title="Geweih" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/geweih-1514/">Geweih</a> noch nicht dabei. Der Revierf&#246;rster, in dessen <a title="Revier" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revier-1501/">Revier</a> er waidwerkte, wird stattdessen mit der (entgeldlichen) Troph&#228;enpr&#228;paration und -lagerung beauftragt. Erst wenn der „Juwelier seines Vertrauens“ die Grandeln in ein sch&#246;nes Schmuckst&#252;ck verwandelt hat, l&#228;sst er das Geweih abschicken.</p>
<p>Nat&#252;rlich wird dann erst die Aufmerksamkeit f&#252;r die Frau Gemahlsgattin &#252;berreicht. „Ach Schatz, das w&#228;re doch nicht n&#246;tig gewesen. Das passt ja perfekt zu den Ohrringen, die ich schon habe!“ – diese Worte klingen meinem Bekannten ebenso wohl in den Ohren wie der Brunftruf des Hirsches, dessen Geweih (nach den Troph&#228;engeb&#252;hren fragt Madame nicht mehr!) er wie nebenbei in seinem Jagdzimmer aufh&#228;ngt. Zugegeben, diese Bes&#228;nftigungsvariante ist etwas kostenintensiver und irgendwann sind auch die Ideen zur Schmuckverarbeitung aufgebraucht. Aber: Die Ausgabe f&#252;r ein kleines Schmuckst&#252;ck sollte Ihnen Ihre Herzenskaiserin wert sein. Wenn daf&#252;r wieder Monate lang Ruhe unter dem heimischen <a title="Dach" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/dach-1742/">Dach</a> herrscht&#8230;</p>
<p><strong>A</strong><strong>propos Ruhe</strong></p>
<p>Was sagte unl&#228;ngst ein kluger Weidmann: „Wenn meine Frau ein Wochenende zu ihrer Schwester fahren m&#246;chte oder mit ihrer Freundin eine Shoppingtour mit anschlie&#223;endem Kinobesuch machen m&#246;chte, habe ich nie etwas dagegen. Da hat man bei der n&#228;chsten Diskussion (Jagd auf Troph&#228;entr&#228;ger &#8211; <a title="Damwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/damwild-28/">Damwild</a> AK 3 und 4, Oberf&#246;rsterei Borgsdorf!) ein wunderbares Argument.“</p>
<p><strong>Aber Obacht</strong>; hier kann „Mann“ eben auch in eine <a title="Falle" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/falle-1954/">Falle</a> <a title="laufen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/laufen-2154/">laufen</a>. Erstens: Die Herbstwochenenden m&#252;ssen f&#252;r ihn gesichert sein. Zweitens: Die Version der jungen Ehefrau: „Da ich wei&#223;, wie gerne mein Mann mal ein verl&#228;ngertes Wochenende jagen geht, habe ich &#252;berhaupt keine Probleme, meine neuen Schuhe oder ein neues Kleid zuhause zu pr&#228;sentieren. Falls er <a title="aufwerfen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/aufwerfen-1694/">aufwerfen</a> sollte, brauche ich eigentlich nur das Stichwort „Jagd1.de“ zu sagen, dann ist er das Thema durch.“ Hier <a title="hei&#223;" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/heis-2085/">hei&#223;</a>t es abw&#228;gen, meine Herren&#8230;</p>
<p><strong>Auf Familie machen</strong></p>
<p>Als besonders ungeschickt gilt es &#252;brigens auch, im Beisein der Ehefrau zu Jagdfreunden folgenden Satz zu sagen: „Nein, tut mir leid, an diesem Wochenende kann ich nicht. Da muss ich in Familie machen!“. Wenn Ihre Frau bisher noch nicht auf das Thema Jagd angesprungen ist, dann mit Sicherheit bei diesem Spruch. „In oder auf Familie machen“ ist eine Aussage, die man vor der jeweiligen Lebensabschnittsgef&#228;hrtin tunlichst vermeiden sollte.</p>
<p>Eine Freundin merkte dazu an: „Wenn mein Mann sagt, er muss in Familie machen, habe ich den Eindruck, er verb&#252;&#223;t eine Haftstrafe. Ich sehe dann absolut Rot und es l&#228;uft gar nichts mehr.“ Also, meine Herren, Worte sich nicht Schall und Rauch, &#252;berlegen Sie sich gut, was sie in welchem Kreis sagen. Versuchen Sie es positiv zu umschreiben. „Ich verbringe das Wochenende mit meiner Familie“ oder „Wir haben zusammen einen Ausflug geplant“ ist zwar auch nicht unbedingt Pulitzer-Preis verd&#228;chtig, aber immerhin besser als Sie-wissen-schon-was.</p>
<p>Es gibt aber auch Weidm&#228;nner, die nehmen ihrer Familie gleich den Wind aus den Segeln, was jegliche Argumente gegen das Jagen betrifft. Wie das funktioniert? Eigentlich ganz einfach: Nehmen Sie Ihre Frau zum Jagdwochenende mit und organisieren Sie ein Nebenprogramm f&#252;r sie, in dessen Rahmen Sie alle Freir&#228;ume haben. Ihre Frau kann zum Beispiel einen Golf-Kursus machen und anschlie&#223;end den Wellness-Bereich des Hotels <a title="belegen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/belegen-1833/">belegen</a>, w&#228;hrend Sie auf dem gleichen sch&#246;nen privaten Landsitz n&#246;rdlich von London Fasanen jagen!</p>
<p><strong>Liebe geht durch den Magen</strong></p>
<p><a href="http://blog.jagd1.de/wp-content/uploads/jagdausreden-fuer-jaeger-roy-robson.jpg" title="Jagdausreden f&#252;r J&#228;ger - Roy Robson"><img src="http://blog.jagd1.de/wp-content/uploads/jagdausreden-fuer-jaeger-roy-robson.thumbnail.jpg" alt="Jagdausreden f&#252;r J&#228;ger - Roy Robson" align="left" hspace="10" vspace="10" /></a>Generell ist es immer eine gute M&#246;glichkeit, die eigene Familie von den positiven Seiten der Jagd zu &#252;berzeugen, in dem man auch das mit Liebe „handgeschossene“ Wildbret des Rotsechsers auf den heimischen Tisch bringt (Keine Miene verziehen jetzt, „sie“ schaut gerade r&#252;ber). Bitte Wildbret nie in der Form, dass man der (Haus-)Frau ein noch schwei&#223;endes St&#252;ck <a title="Keule" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/keule-1545/">Keule</a> auf den Tisch knallt und sagt: „Das ist unser Sonntagsbraten“. Wenn man(n) nicht selber kochen kann/will, muss das Fleisch so vorbereitet sein, dass es zur Weiterverarbeitung ansehnlich aussieht.</p>
<p>Wenn es dann die leckeren <a title="Rotwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/rotwild-34/">Rotwild</a>-Steaks, Produkte eines herrlichen Einzelabschusses (Morgengrauen, Nebel, Rotachter) in der Oberf&#246;rsterei Grimnitz, zusammen mit der Lieblingsbeilage der Kinder zum Mittag gibt, ist die halbe <a title="Miete" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/miete-2206/">Miete</a> schon gewonnen. Noch besser: Finden Sie in Ihrer Umgebung einen exzellenten Wildschlachter oder lassen Sie sich diesbez&#252;glich beraten (www.wildversand.de!). Der Profi verarbeitet Ihr St&#252;ck brat- und pfannenfertig und w&#252;rzt es nach Wunsch. Probieren Sie doch auch mal etwas Neues aus, zum Beispiel Wildhack (Papa macht jetzt Pasta und Hack selber!). Wild muss nicht immer als Keule im St&#252;ck auf den Tisch. Und immer dran denken: Ihr Grimnitzer-Rothirsch der Klasse IIIb ist Ihrerseits nat&#252;rlich auch wegen des leckeren Wildbrets geschossen worden&#8230;</p>
<p><strong>Die Waffe oder ich</strong></p>
<p><strong><br />
</strong>Ein h&#228;ufiges Streitthema in Sachen Jagd ist leider auch das liebe Geld. Wenn sich der Ehemann mal eine <a title="Dr&#252;ckjagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/druckjagd-2-1466/">Dr&#252;ckjagd</a> g&#246;nnt, sieht sie nicht die bisherige Sparsamkeit („Ich war schon &#252;ber einen Monat nicht mehr los, Schatzi“), sondern nur die pl&#246;tzliche Geldausgabe. Lassen Sie sich auf jeden Fall etwas einfallen, was &#252;berzeugend klingt. Den g&#252;nstigen Preis der Dr&#252;ckjagd oder des Einzelabschusses (Wer will das &#252;berpr&#252;fen???) oder die Gegen&#252;berstellung mit den Ausgaben der Liebsten, die st&#228;ndig alle deutschen Versandh&#228;ndler bem&#252;ht, um Sch&#252;hchen, Hemdchen und M&#228;ntelchen zu kaufen! Abgesehen davon, warten Sie einen g&#252;nstigen Moment ab. Die Vorf&#252;hrung der Dr&#252;ckjagdanmeldung bei einem gem&#252;tlichen Abend mit Freunden, ohne dass Ihre Partnerin von der Anschaffung wusste, gilt nicht nur bei Au&#223;enstehenden als undiplomatisch.</p>
<p><strong>Der Vielfalt der Ausreden sei Dank </strong>– f&#252;r jagende Ehem&#228;nner ist noch nicht Hopfen und Malz verloren, im Gegenteil. Mit ein wenig Fantasie und kleinen (aber sich lohnenden) Bem&#252;hungen gelingt es relativ einfach, den nicht-jagenden Part der Familie auf seine Seite zu <a title="ziehen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ziehen-2444/">ziehen</a>. Und denken Sie daran: Hier ein Essen bei ihrem Lieblingsitaliener und dort das Familien-Wochenende – dies alles wirkt Wunder f&#252;r die gute famili&#228;re Stimmung und verschafft Ihnen die Freir&#228;ume, die Sie haben wollen. Es ist sicherlich mit ein wenig Anstrengung verbunden, Jagd innerhalb der Familie so zu verkaufen, dass alle zufrieden sind, aber Ihren Lebensbock bekommen Sie in der Regel auch nicht einfach so, sondern Sie m&#252;ssen etwas daf&#252;r tun. Sehen Sie es einfach als spezielle <a title="Hege" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/hege-2082/">Hege</a> an, Ihre Familie und die Jagd in Einklang zu <a title="bringen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bringen-1882/">bringen</a>. Sie schaffen das!</p>
<p><strong>Auf ein letztes Wort</strong></p>
<p>Mit diesem Artikel <a title="decken" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/decken-1747/">decken</a> wir (leider) einige Tricks unserer jagd1.de-Kunden auf, sich und ihre Passion gegen das meist weibliche Geschlecht durchzusetzen. Daher speichern Sie diese Seite nicht unter Internet-Favoriten und verschleiern Sie Ihr <a title="frisch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/frisch-1999/">frisch</a> erworbenes Wissen: Verkaufen Sie die ein oder andere oben genannte Ideen doch als die Ihre!</p>
<p>Katrin und Peter Burkhardt, www.peter-burkhardt.de</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pleiten, Pech und Pannen auf der Jagd</title>
		<link>http://blog.jagd1.de/jagdpraxis/pleiten-pech-und-pannen-auf-der-jagd-74/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 20:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jagd1</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jagdpraxis]]></category>
		<category><![CDATA[Jagdgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Pech & Pannen]]></category>

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		<description><![CDATA[

 	Das Restrisiko
Nein, mir kann das nicht passieren. So habe ich auch reagiert, als ich so manche Jagdgeschichte h&#246;rte. Heute sehe ich das anders! Fehl- und Kranksch&#252;sse habe ich ebenso erlebt und produziert wie Sch&#252;sse „auf Verdacht“. Moralisten und Jagdapostel sollten diesen Beitrag &#252;berschlagen. Die anderen, die sich nicht f&#252;r jagdlich unfehlbar halten, m&#246;gen sich [...]]]></description>
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<p> 	<strong>Das Restrisiko</strong></p>
<p>Nein, mir kann das nicht passieren. So habe ich auch reagiert, als ich so manche Jagdgeschichte h&#246;rte. Heute sehe ich das anders! Fehl- und Kranksch&#252;sse habe ich ebenso erlebt und produziert wie Sch&#252;sse „auf Verdacht“. Moralisten und Jagdapostel sollten diesen Beitrag &#252;berschlagen. Die anderen, die sich nicht f&#252;r jagdlich unfehlbar <a title="halten" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/halten-2066/">halten</a>, m&#246;gen sich nach dem Studium dieses Artikels – vielleicht schmunzelnd, vielleicht nachdenklich – fragen, ob Sie sich an irgendeiner Stelle wieder gefunden haben.<br />
<span id="more-74"></span></p>
<p>Anekdoten &#252;ber jagdliche Erfolge gibt es viele. Dort wird ausf&#252;hrlichst erz&#228;hlt, wer wie und wann welches St&#252;ck Wild erlegt hat. Die anstrengende <a title="Pirsch" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/pirsch-23/">Pirsch</a> wird immer l&#228;nger, die Schussentfernungen werden immer gr&#246;&#223;er. Dass der <a title="Bock" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bock-1868/">Bock</a>, wie immer um 21.15 Uhr erschienen, aus der f&#252;nf Meter hohen Kanzel heraus auf 35 Meter am Salzleckstein erlegt worden ist, taugt eben nicht als Erlegungsstory. Es gilt nur der viel, der dicke Troph&#228;en hat und viele St&#252;cke schie&#223;t. Fehlsch&#252;sse? Fehlanzeige! Kranksch&#252;sse? Nie gehabt!</p>
<p>Geschichten &#252;ber Pleiten, Pech und Pannen auf der <a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a> gibt es wenige. Wie es zu dem Krankschuss kam, wird – wenn &#252;berhaupt – nur dem Nachsuchenf&#252;hrer erkl&#228;rt, absolute Diskretion erbeten! Kaum ein <a title="J&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jager-1480/">J&#228;ger</a> bleibt vor Schicksalsschl&#228;gen und Ungl&#252;ck verschont. Nur redet offiziell kaum jemand &#252;ber das latente Restrisiko, das uns immer begleitet. Es kann immer etwas passieren, auch demjenigen, der behauptet, nie im Leben w&#252;rde ihm etwas derartiges widerfahren&#8230;</p>
<p><strong><a title="Dr&#252;ckjagd" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/druckjagd-21/">Dr&#252;ckjagd</a></strong>, drei Schaufler <a title="wechseln" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/wechseln-2483/">wechseln</a> langsam durch den l&#252;ckigen <a title="Bestand" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bestand-1839/">Bestand</a>. Schon weit kann ich die Geweihten hintereinander <a title="ziehen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ziehen-2444/">ziehen</a> sehen. Rechts neben mir m&#252;ssten sie einen breiten Waldweg &#252;berfallen. Bis dahin ist Zeit genug, sie anzusprechen. Den f&#252;hrenden <a title="Hirsch" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/hirsch-1518/">Hirsch</a> kennzeichnet die beste <a title="Auslage" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/auslage-1711/">Auslage</a> und die dicksten „Bretter“. Ihm folgen zwei geringere Hirsche. Auch sie <a title="tragen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/tragen-2346/">tragen</a> Schaufeln, wobei sie deutlich ein- bzw. beidseitig eingeschlitzt sind. Beidseitige Einschnitte von &#252;ber 50 Prozent stellen neuerdings in der mittleren Altersklasse der Damhirsche ein Abschusskriterium dar, welches – bei der guten Veranlagung des hiesigen Damwildes – wohl kaum noch h&#228;ufig zu entdecken ist. Jetzt zieht ein solcher Abschusshirsch (beidseitig tief eingeschlitzt) in meine Richtung und innerlich jubiliere ich schon!</p>
<p>Mittlerweile sind die Hirsche deutlich dichter heran und ich setze mich auf meinem Ansitzbock schussgerecht hin. Irgendwo weit weg h&#246;re ich eine Teckel auf der Spur <a title="Laut" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/laut-2158/">Laut</a> geben. Die Herren hier st&#246;rt es nicht, ruhig ziehen sie weiter. Es ist Anfang der <a title="Jagdzeit" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdzeit-2133/">Jagdzeit</a>, die Hirsche noch nicht mit Brunftgeruch „verseucht“ und ich freue mich – als leidenschaftlicher Wildkoch – auf den Braten des von mir angesprochenen „beidseitig Eingeschnittenen“. Achtung, gleich sind sie auf dem Weg!</p>
<p>Auf ihrem Kurs Richtung Waldweg m&#252;ssen die Hirsche nur noch hinter drei kleinen Douglasienhorsten hindurch, die im Altholz eingesprengt <a title="liegen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/liegen-2169/">liegen</a>. In den beiden L&#252;cken dazwischen spreche ich die Geweihten noch mal an. Meiner, der doppelt eingeschnittene, bildet stets den Schluss, davor der einseitig geschlitzte und vorne der makellose „Bretterhirsch“. Jetzt erreichen sie den letzten Douglasienhorst und ich liege bereits bestens vorbereitet im Anschlag. Als die Damhirsche &#252;ber den Weg kommen, brauchte ich nur noch abzuz&#228;hlen. Ich konzentriere mich auf die Wildk&#246;rper, z&#228;hle mit und beim dritten Schaufler lasse ich fliegen.</p>
<p>Der Hirsch liegt im Graben des Waldweges, ich sehe seine L&#228;ufe und Teile der hellen Bauchdecke. Gen&#252;sslich z&#252;nde ich mir eine Zigarette an, denn solange will ich auf meiner kleinen Leiter noch warten. Doch die ber&#252;hmte Zigarettenl&#228;nge halte ich es heute nicht aus, baume ab und stehe kurze Zeit sp&#228;ter beim Hirsch – vor dem falschen! Vor mir liegt der Damhirsch mit dem einseitigen Einschnitt, die andere Schaufel makellos. Das ist der „mittlere“ Hirsch und nicht der von mir gewollte, er ist falsch, basta.</p>
<p><strong>Wie war das nur m&#246;glich? </strong></p>
<p>„Ja“, werden jetzt die Gelehrten sagen, „man muss den Hirsch doch noch einmal <a title="ansprechen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ansprechen-1658/">ansprechen</a>!“. Sicher? Aber warum h&#228;tten mir den Zweifel kommen sollen? Ich hatte Zeit, die St&#252;cke anzusprechen. Ihre Reihenfolge war deutlich und sie waren &#252;berhaupt nur dreimal – und das jeweils nur sehr kurz – meinen Blicken verborgen. Aber: Kurz vor dem Weg, von mir auf diesem St&#252;ck nicht einsehbar, ausgerechnet hinter der letzten kleinen Douglasiengruppe, hatte sich wohl der mittlere Hirsch zur&#252;ckfallen lassen und der bis dato dritte seine Position &#252;bernommen. Warum? Keine Ahnung. Als die Damhirsche &#252;ber den Weg zogen, hatte ich angesprochen, sondern nur noch abgez&#228;hlt. Ich hatte „auf Verdacht“ geschossen. Doch leider war „meine Nummer 3“ nicht mehr der Hirsch mit den beiden, tiefen Einschnitten.</p>
<p><strong>Nach menschlichem Ermessen</strong> war die Zeit, in der die Hirsche hinter der kleinen Nadelholzgruppe verschwunden waren, viel zu kurz, als das die Geweihten ihre Reihenfolge h&#228;tten &#228;ndern k&#246;nnen. Nach meinem Gef&#252;hl, sicher angesprochen, nach meiner Erfahrung, bei Abw&#228;gung aller Umst&#228;nde – ich konnte formulieren, wie ich wollte – nichts z&#228;hlte, es lag der falsche Hirsch. Ironie des Schicksals: Im <a title="Jagdjahr" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdjahr-1489/">Jagdjahr</a> davor, vor &#196;nderung der Abschussrichtlinien, w&#228;re mein falscher Hirsch noch richtlinienkonform gewesen&#8230;</p>
<p>Viele J&#228;ger sind nicht davor gefeit, einen Schuss abzugeben, der eigentlich im <a title="Lauf" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/lauf-2153/">Lauf</a> bleiben sollte. Kennen Sie diese Sch&#252;sse auch? Sie schie&#223;en, weil Sie das St&#252;ck, das Sie vorhatten, unbedingt „haben“ wollten, Ihr Beutetrieb sozusagen mit Ihnen durchging? Manch einer nennt dies „&#252;berpassioniert“, manch einer nennt es Leichtsinn, der n&#228;chste „Kugeldruck“.</p>
<p>Umgekehrt gibt es Sie auch Jagderlebnisse, an deren <a title="Ende" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ende-1930/">Ende</a> man nicht wei&#223;, warum man eigentlich so geschossen hat, wie man geschossen hat? Kennen Sie Begebenheiten, wo Sie schlussendlich das Gef&#252;hl hatten, an diesem Jagdtag haben Sie sich selbst blockiert und der Umstand, dass es nicht zu einer Erlegung kam, ist Ihnen selber unverst&#228;ndlich? Wir schalten nicht schnell genug, gehen falsch mit der Waffe um oder korrigieren, zweifeln oder zaudern so lange, bis das anvisierte St&#252;ck einfach weg ist. Black out? Hier der Bericht eines befreundeten, jagdlich sehr erfahrenen J&#228;gers, der von beidem zeugt: ein unbegreifliches Black out mit der Waffe und ein erstaunlicher „Kugeldruck“.</p>
<p>„Ich durfte in dem <a title="Revier" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revier-1501/">Revier</a> meines Onkels meinen ersten Rothirsch schie&#223;en. <a title="Kahlwild" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/kahlwild-1530/">Kahlwild</a> hatte ich erlegt, viele Sauen und viel <a title="Rehwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/rehwild-33/">Rehwild</a> – aber einen Rothirsch noch nicht. Ich war wahnsinnig aufgeregt und freute mich auf eindrucksvolle Stunden w&#228;hrend der Brunftzeit. Der Hirsch war mehrfach best&#228;tigt worden und wurde mir genauestens beschrieben. Da konnte nichts schief gehen.</p>
<p>An ersten Abend sa&#223; ich auf einem klein Ansitzbock, links von mir ein raumer Kiefernbestand, vor mir ein Weg, den das <a title="Rotwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/rotwild-34/">Rotwild</a> gerne auf dem Weg zum <a title="Brunftplatz" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/brunftplatz-1895/">Brunftplatz</a> &#252;berquerte. Pl&#246;tzlich, wie von Zauberhand, stand ein Rothirsch keine 70 Schritt am linken Wegesrand. Ich nahm mein Glas, um den Hirsch genau anzusprechen: Ja, es war der beschriebene! Mit ordentlich Herzklopfen machte ich mich fertig, die Auflage war gut, ich war auf dem St&#252;ck. Statt des zu erwartenden Schussknalls, h&#246;rten der ich (leider) und der Hirsch (leider auch) nur ein gut vernehmliches „Klick“. Der Hirsch empfahl sich mit zwei, drei gro&#223;en Fluchten. Entt&#228;uscht und w&#252;tend kehrte ich vom <a title="Ansitz" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/ansitz-1461/">Ansitz</a> zur&#252;ck. Wo lag also der Fehler? Nat&#252;rlich bei mir: In meiner Aufregung hatte ich das <a title="Magazin" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/magazin-2183/">Magazin</a> eingef&#252;hrt aber nicht durchgeladen. Die Waffe schlug ab und ins Leere. So ein Fehler nach so vielen Jagdjahren!</p>
<p>Am n&#228;chsten Abend sa&#223; ich wieder an (die Waffe durchgeladen!) und w&#228;hlte denselben Sitz vom Vorabend, in der k&#252;hnen Annahme, vielleicht w&#252;rde sich der „Klick-Hirsch“ noch einmal blicken lassen. Nach einer Stunde h&#246;rte ich ein Knacken. Von rechts wechselte Kahlwild durch den Bestand und dahinter – ich konnte es kaum glauben – der „Klick-Hirsch“! Jetzt verhofft der Hirsch exakt hinter den Stamm einer dicken Kiefer. Wenn er jetzt zwei Schritte nach vorne zieht, ist das <a title="Blatt" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/blatt-1858/">Blatt</a> frei. Der Hirsch tut mir den Gefallen, zieht an, ich spanne die geladene (!) Waffe, steche ein und ich lasse fliegen – viel zu schnell und &#252;berhastet. Nachdem der Schuss raus war, sehe ich das St&#252;ck nicht zusammenbrechen, sondern es &#228;ugt kurz verdutzt zu meinem Sitz und fl&#252;chtet nach hinten. In mir machen sich langsam Zweifel bereit, ob ich meinen <a title="Jagdschein" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdschein-1497/">Jagdschein</a> abgeben sollte.</p>
<p><strong>Die Kontrolle des Anschusses</strong> ergibt nichts, kein Schwei&#223;. Dabei war ich so sicher, dass ich gut abgekommen bin. Zwei „Desaster-Ansitze“ hintereinander ersch&#252;ttern mein Selbstbewusstsein. Meinen Onkel kostet es viel &#220;berredungskunst, dass ich am folgenden Morgen ein drittes Mal zum Ansitz gehe. Mehr um mich selbst zu strafen, gehe ich zum meinem „Schicksalssitz“. Hier kann man – nach menschlichem Ermessen und dem Erlebten – bei bestem Willen nichts mehr erwarten.</p>
<p>Doch manch’ Mal dreht Diana an der Schicksalsschraube. Kaum habe ich mich eingerichtet, wechselt Kahlwild an und es folgt dem <a title="Rudel" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/rudel-2320/">Rudel</a> tats&#228;chlich auch DER Hirsch.</p>
<p>Wie von selbst nehme ich die Waffe auf, ziele sorgf&#228;ltig und schie&#223;e ruhig, als der Hirsch <a title="breit" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/breit-1881/">breit</a> verhofft. Der Hirsch bricht auf der Stelle zusammen. Als mein Onkel und ich schlie&#223;lich am Hirsch stehen (Die <a title="Kugel" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/kugel-1586/">Kugel</a> sitzt Mitte Blatt), offenbart sich uns, dass das St&#252;ck auch einen <a title="frischen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/frischen-2000/">frischen</a>, <a title="rein" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/rein-2289/">rein</a> oberfl&#228;chlichen Streifschuss auf dem Vorderr&#252;cken hat: mein Schuss vom Vorabend! Fazit: Ein Hirsch, erst „klick, dann Streifschuss, dann Erlegung! Wir fotografieren den Hirsch und seine Wunde am <a title="R&#252;cken" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/rucken-2316/">R&#252;cken</a> – um Belege zu haben, dass es sich bei dieser Geschichte nicht um <a title="J&#228;gerlatein" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagerlatein-2134/">J&#228;gerlatein</a> handelt.“</p>
<p>So viel zu den Themen Routine, <a title="Jagdfieber" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdfieber-2125/">Jagdfieber</a> und „-dusel“. W&#228;hrend diese Berichte sich auf Begebenheiten bei bestem Tageslicht bezogen, bezieht sich die folgende Schilderung auf eine Verwechslung bei schlechten oder zweifelhaften Lichtverh&#228;ltnissen. Dass es auch dabei zu Pannen kommen kann, <a title="belegen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/belegen-1833/">belegen</a> Berichte &#252;ber teilweise dramatische Verwechslungen. Viele Zuh&#246;rer sch&#252;tteln den <a title="Kopf" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/kopf-1571/">Kopf</a>, wenn ein mutiger Jagdfreund am Stammtisch ehrlich berichtet, er h&#228;tte beinahe eine liegende Kuh mit einer Sau verwechselt.</p>
<p>Diejenigen sch&#252;tteln nicht den Kopf, die derartige Ph&#228;nomene kennen. Ist es Ihnen beim Nachtansitz noch nie so gegangen, das Baumst&#252;mpfe zu Sauen mutierten oder die in eine Waldschneise ragenden &#196;ste im Laufe des Ansitzes zu einem St&#252;ck Schalenwild wurden? Kennen Sie das Ph&#228;nomen, dass Stubben bei l&#228;ngerer Betrachtung auch noch anfangen, sich zu bewegen? „Augenbetr&#252;ger“ nennen wir sie hier. Auch ich bin diesbez&#252;glich „labil“, besonders bei der Nachtjagd und wenn Sauen ins Spiel kommen – die muss ich haben.</p>
<p>Daher reagiere ich elektrisiert, als ich es im Bestand neben mir knacken h&#246;re. Eine <a title="Rotte" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/rotte-2312/">Rotte</a> wechselt an. Ich sitze im letzten <a title="B&#252;chsenlicht" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/buchsenlicht-1900/">B&#252;chsenlicht</a> auf einer Leiter an einem Waldwildacker, wo der einges&#228;te Hafer milchreif ist. Minuten sp&#228;ter wechseln Schweine durch den Kiefernwald auf den Wildacker. Einige Frischlinge stehen vorne, ein heller &#220;berl&#228;ufer gar ganz vorne und seitlich versetzt, Entfernung maximal 45 Meter. Die Mutter der Kompanie, eine riesengro&#223;e <a title="Bache" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/bache-1457/">Bache</a>, bleibt im Hochwald stehen und zieht auch in der <a title="Folge" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/folge-1992/">Folge</a> nicht in den Wildacker.</p>
<p>Ich picke mir den hellen, braunen &#220;berl&#228;ufer heraus, drehe die Vergr&#246;&#223;erung meines Zielfernrohrs nach oben, mache den Leuchtpunkt an. Vor dem hellen Gras sehe ich scharf konturiert den &#220;berl&#228;ufers und schie&#223;e, als er breit steht. Das &#220;berl&#228;uferchen liegt, der Rest der Rotte ist in Aufruhr begriffen. &#220;berall spritzen die St&#252;cke auseinander. Die alte Matrone im Hochwald bl&#228;sst grimmig und wechselt ab. Einige St&#252;cke k&#246;nnen die Chefin sofort orten und folgen der Bache, andere Frischlinge und &#220;berl&#228;ufer nicht. So werde ich noch auf einen zweiten <a title="Frischling" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/frischling-2001/">Frischling</a> fertig, als dieser desorientiert und verwirrt verhofft. Auf den Schuss hin sehe ich, dass der Wutz, sich seitlich &#252;berschlagend, in eine mit hohem Beerkraut bestandenen Senke f&#228;llt. Doch pl&#246;tzlich taucht er dahinter wieder auf. Bin ich zu weit hinten abgekommen? Noch einmal schie&#223;e ich und der Frischling liegt endlich.</p>
<p>Herrlich, zwei Sauen! Ich baume ab, gehe zu den Ansch&#252;ssen und zerre dort einen Bergestrick aus dem Rucksack. Bei St&#252;cke sind schnell entdeckt und ich ziehe erst den kleinen &#220;berl&#228;ufer und dann den Frischling zum n&#228;chsten Waldweg. Richtig, letzterer hat den Schuss etwas zu weit hinten. Daheim werden die St&#252;cke ausgeladen, versorgt und kommen in die K&#252;hlung. Dabei stellt die Familie am <a title="Fu&#223;" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/fus-2007/">Fu&#223;</a>e meiner Erlegungsgeschichte leicht schadenfroh <a title="fest" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/fest-1975/">fest</a>, das ich den Rucksack unter der Leiter vergessen habe. Tats&#228;chlich, ihr Lieben, aber daf&#252;r war ich wohl beim Bergen zu begeistert und zu sehr in Gedanken.</p>
<p>Ich bin erst sp&#228;t am n&#228;chsten Vormittag am Erlegungsort zur&#252;ck. Mein Rucksack liegt artig dort, wo ich ihn vergessen habe. Auf dem Weg dorthin passiere ich die Beerkrautsenke und stehe augenblicklich in einer Fliegenwolke. Fliegen? Ich durchsuche die Senke genauer – und finde einen Frischling. Meine Kugel sitzt hinter dem Blatt, ist diagonal durch und vor der <a title="Keule" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/keule-1545/">Keule</a> ausgetreten. Der Frischling ist unten fast zerplatzt. Statt zwei Sauen hatte ich drei geschossen ohne es zu merken. Dieser Frischling hier, der tats&#228;chliche zweite, war erstens zu spitz geschossen worden und zweitens noch wenige Meter gegangen. Er endete, von Beerkraut &#252;berdeckt, in der tiefen Senke. Jetzt konnte der Wutz nur noch entsorgt werden – schade drum, aber das hatte ich mir bei dem miesen Schuss und fehlender Anschusskontrolle (Sie lagen ja beide!) selbst zuzuschreiben. Warum hatte ich es nicht beim &#220;berl&#228;ufer bewenden lassen?</p>
<p><strong>Die Moral von der Geschichte: </strong>Jeder Schuss ist zu &#252;berpr&#252;fen, auch Ansch&#252;sse, die es gar nicht geben kann. Auch sind St&#252;cke nachzusuchen, die niemand meint, geschossen zu haben! Die wenigen Geschichten von so genannten Paketsch&#252;ssen belegen dies, ebenso die wenigen Schilderungen &#252;ber vermeintliche Fehlsch&#252;sse, die sich sp&#228;ter als Treffer erwiesen. St&#252;cke <a title="zeichnen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/zeichnen-2441/">zeichnen</a> eben manches Mal nicht oder gehen wie gesund ab. In einem anderen Fall &#252;bersehen wir schlicht durch Geschosssplitter gef&#228;hrdete St&#252;cke und stehen dankbar vor dem gestreckten St&#252;ck, ohne zu wissen, das ein weiteres getroffen wurde.</p>
<p>Wie sehr sich Geschosssplitter verschlagen k&#246;nnen, wissen Schwei&#223;hundef&#252;hrer zu berichten. Einerseits, weil sie die versehentlich mitbeschossenen St&#252;cke nachsuchen m&#252;ssen, so der Sch&#252;tze denn sein Malheur &#252;berhaupt entdeckt. Andererseits, weil sie um die Gef&#228;hrdung ihrer Hunde bei der Abgabe von Fangsch&#252;ssen wissen und vielfach nicht ohne Grund h&#228;rteste oder gar Vollmantelgeschosse nutzen. Wie J&#228;gerlatein mutet es da an, wenn einer der R&#252;dem&#228;nner berichtet, das sein Bayerischer Gebirgsschwei&#223;hund aufklagte, als er einem St&#252;ck <a title="Damwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/damwild-28/">Damwild</a> den Fangschuss gab. Der Hund stand im Winkel von 90 Grad (!) mehrere Meter neben dem St&#252;ck und wurde trotzdem von einem Splitter, der rechtwinklig abgelenkt worden ist, getroffen. Der Hund &#252;berlebte, dank schneller <a title="tier" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/tier-2334/">tier</a>&#228;rztlicher Versorgung. Bilder des Hundes, sp&#228;ter beim Tierarzt aufgenommen, und die Aussagen des begleitenden Sch&#252;tzen belegen diesen unfassbaren Bericht eindrucksvoll.</p>
<p>Es gibt eben nur wenige Situationen, in denen uns die Splitterwirkung unserer Geschosse „n&#252;tzt“. Meistens steckt wieder Kugeldruck dahinter oder man rechnet sich wieder etwas passend: Einer der wenigen – zweifelhaften – Nutznie&#223;er dieser Wirkung war ein unserer Jagdg&#228;ste. Jener famili&#228;r und beruflich als stets ausgleichend und besonnen bekannte Herr sa&#223; fr&#252;h morgens bereits im Dunkeln auf einer Leiter an, denn es war sein letzter Ansitzmorgen. Die Rotwildbrunft war am ausklingen, die Damwildbrunft begann <a title="gerade" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/gerade-2031/">gerade</a>. An diesem herrlich sonnendurchfluteten Morgen hatte unser Gast schon Rothirsch und Damhirsche rufen geh&#246;rt. Es d&#228;mmerte und er sah Rotwild h&#252;ben und Damwild dr&#252;ben. Unser Gr&#252;nrock war &#252;berw&#228;ltig – zu &#252;berw&#228;ltig:</p>
<p>Was genau in ihm vorging, konnte er sp&#228;ter auch nicht beschreiben. Statt des freigegebenen IIb-Hirsches lief ihn „ein IIIb-Hirsch fast um“, wie er sp&#228;ter erz&#228;hlte und unser Gast entschloss sich, „auf den IIb zu verzichten und stattdessen den kleineren Hirsch zu strecken: „Kein IIb, dann dieser IIIb, dieser ganze Morgen, diese doppelte <a title="Brunft" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/brunft-1464/">Brunft</a>, du <a title="wei&#223;" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/weis-2495/">wei&#223;</a>t schon“. Ich wusste nicht.</p>
<p>Der Mann bemerkte einen Rotsechser der Kurs auf eine Douglasiennaturverj&#252;ngung ca. 30 Meter neben seiner Leiter nahm. Dort verhoffte der Hirsch so, dass nur <a title="Haupt" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/haupt-2077/">Haupt</a> und <a title="Tr&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/trager-2347/">Tr&#228;ger</a> g&#228;nzlich frei waren. Der Tr&#228;gerschuss auch auf diese Entfernung wollte er nicht wagen – l&#246;blich! Unser <a title="Jagdgast" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdgast-1482/">Jagdgast</a> reimte sich stattdessen den Rest des Wildk&#246;rpers hinter einer kleinen Douglasie zusammen und „errechnete“, wo das Blatt hinter den Douglaszweigen sein m&#252;sste – unl&#246;blich!</p>
<p>Er zirkelte den Schuss aufs Blatt durch zwei &#196;ste hindurch – es w&#252;rde wohl gehen.</p>
<p>Es ging nicht! Der Hirsch lag schlie&#223;lich nach ca. 150 Metern. Beim <a title="Anschuss" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/anschuss-1655/">Anschuss</a> stellt wir einen durchschossenen Ast fest, beim <a title="Aufbrechen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/aufbrechen-1674/">Aufbrechen</a> zwei „Einsch&#252;sse“ im Bereich der Kammer. Wir fanden beim <a title="Zerwirken" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/zerwirken-2443/">Zerwirken</a> mehrere Geschosssplitter unter der <a title="Decke" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/decke-1746/">Decke</a> auf der Gegenseite. Aussch&#252;sse gab es nicht.</p>
<p>Ja, auch hier kann man schnell den Stab &#252;ber diesen Kameraden <a title="brechen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/brechen-1880/">brechen</a> – oder auch nicht. Tr&#228;gerschuss nein, aber Dickungsschuss ja? Der ganze Vorgang war ein einziger Aussetzer. Dennoch: Wer jagt, tut dies aus Passion. Wir wollen Beute machen. Ich kenne auch von mir Momente auf der Jagd, bei denen scheine ich mich selber zu betrachten und nicht der Handelnde zu sein. Dann schaue auch ich mir gerne eine Situation passend. Und Sie?</p>
<p><strong>Der kapitale Bock im hohen Getreide</strong>, der pralle Winterfuchs im hohen Gras vor dem <a title="Luderplatz" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/luderplatz-2178/">Luderplatz</a>, das St&#252;ck Rotwild leicht verdeckt durch ein kleines Nadelb&#228;umchen – haben Sie noch nie so eine Situation erlebt? Hat bei Ihnen noch nie ein St&#252;ck eigentlich viel zu spitz oder zu verdeckt gestanden und Sie haben trotzdem geschossen? Wie steht es denn um den &#220;berl&#228;ufer, den Sie unl&#228;ngst auf weite Entfernung schossen, weil Sie dachten, „ach, das wird schon klappen“. Waren Sie bei einem Gang zum gestreckten St&#252;ck noch nie &#252;berrascht, wie weit Sie (versehentlich?) geschossen haben. Ich kenne diese Gef&#252;hl „ich will jetzt den/die/das haben“! Daher f&#228;llt mein Kommentar zum oben geschilderten Schuss durch die Douglasie zwar kritisch, aber auch moderat aus: Das St&#252;ck wird selbstverst&#228;ndlich erworben, der Schwei&#223;hundef&#252;hrer wird vom Sch&#252;tzen bezahlt, dessen Frau mit einem Blumenstrau&#223; bedacht – und bei Wiederholung ist bei uns die Jagd vorbei!</p>
<p>Schlussendlich zum Thema Pleiten, Pech und Pannen etwas am&#252;santes: Das J&#228;ger manchmal auch den Aberglauben bem&#252;hen m&#252;ssen, um erfolgreich zu sein, kennen wir aus vielen Schilderungen. Ich nehme f&#252;r mich in Anspruch, nicht abergl&#228;ubisch zu sein. Dennoch gibt es Dinge, da kann man schon ins Gr&#252;beln kommen.</p>
<p>Wie w&#252;rden Sie reagieren, wenn von einer neu aufgestellten Leiter innerhalb einer Jagdsaison nur drei Mal gejagt wird und drei verschiedene Jagdg&#228;ste, durchweg gute Sch&#252;tzen und erfahrene J&#228;ger, ihre St&#252;cke verfehlen? Ein Damschmaltier, eine Sau und ausgerechnet ein schwarzer Rehbock wurden gefehlt. Noch nie hatte ich so etwas geh&#246;rt, geschweige denn erlebt. Lag da nicht ein Fluch auf der Leiter?</p>
<p>Einer der Sch&#252;tzen (Sie ahnen es: der, der den schwarzen Rehbock schie&#223;en wollte!) gr&#228;mte sich besonders &#252;ber seinen Fehlschuss. Dieser zudem &#228;u&#223;erst abergl&#228;ubische <a title="Nimrod" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/nimrod-1798/">Nimrod</a> lieferte im April des Folgejahres eine <a title="neue" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/neue-1793/">neue</a> Leiter an. Er fuhr die alte Reviereinrichtung ab, zers&#228;gte das gute St&#252;ck und stellte eine neue Leiter exakt an gleicher Stelle auf. Seit diesem Tag sa&#223;en wieder verschiedene G&#228;ste dort. Alle Sch&#252;tzen trafen auf dieser Schneise ihr Wild, Fehlsch&#252;sse kamen nicht mehr vor. K&#246;nnen Sie mir das erkl&#228;ren?</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Vor Fehlern, Trugschl&#252;ssen, Irrungen, Augenbetr&#252;gern, Kugeldruck (Jagdfieber und -passion) ist niemand gefeit. Es ist keine Schande sie zuzugeben! Wenn, dann aber bitte auch ehrlich: Ein St&#252;ck ist beschossen worden, am Anschuss liegt Schweiss, der aber bald endet. Folgerung des Sch&#252;tzen: „Ich habe das St&#252;ck nur gestriffen“. Sicher? Streifsch&#252;sse wie der oben geschilderte, gibt es auf der Jagd fast nie. Ich habe in zwei Jahrzehnten Jagd nur einen, den beschriebenen, selber erlebt. Verschiedene von mir befragte Schwei&#223;hundef&#252;hrer sagten ebenfalls aus, dass der „Kratzer“ auch in ihrer Praxis eine absolute Rarit&#228;t ist. Und bei Ihnen?</p>
<p>Meistens hat das St&#252;ck die Kugel doch schlimmer oder es ging <a title="glatt" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/glatt-2049/">glatt</a> vorbei. Im ersteren Fall sei versichert: Wer noch nie etwas krank geschossen hat, war noch nie richtig <a title="jagen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagen-1479/">jagen</a>, ohne (um nicht Missverstanden zu werden) diesen Umstand verharmlosen zu wollen. Niemand soll hier zu Schie&#223;ertum animiert werden! Keiner – und das m&#252;ssen wir getrost unterstellen – produziert so einen Mist absichtlich. Daf&#252;r ist ja der (vermeintliche) Gesichtsverlust zu gro&#223;.</p>
<p>Im letzteren <a title="Falle" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/falle-1954/">Falle</a> sei allen Sch&#252;tzen versichert: Daneben schie&#223;en k&#246;nnen wir auch alle und der komplette Fehlschuss ist meines Erachtens der „zweitbeste Schuss“, den es gibt: Besser so, als angeflickt! Aber geben Sie auch bei Gesellschaftsjagden diese Sch&#252;sse an – eine Kontrolle durch den Hund ergab oft das Gegenteil!!! Nach allen Pleiten – insbesondere nach denen, die ja eigentlich gar nicht stattgefunden haben k&#246;nnen – muss ein Hund her. Anders formuliert: Jeder Schuss geh&#246;rt kontrolliert, denn, siehe oben, es ist erstens keine Schande, wenn so etwas passiert – und zweitens glaubt man kaum, was alles passieren kann. Der Hund hat dann in mindestens 99 Prozent der F&#228;lle recht! Wie oft wurde man zum Anschuss gerufen, fand nichts („wahrscheinlich habe ich daneben geschossen“) und der sp&#228;ter herbeigeorderte Schweisshund zog schnurstracks zur erlegten Sau.</p>
<p><strong>Die beschriebenen Erlebnisse geh&#246;ren nicht ins Reich der Fabel. </strong></p>
<p>Sie haben sich alle so zugetragen, wie sie beschrieben sind. Was bleibt ist die Erkenntnis, das einerseits die Jagd ein rauhes Gesch&#228;ft ist, andererseits derartig wendungsreich, dass bei allem Bem&#252;hen zu sauberer, tierschutzgerechter Jagd immer ein Restrisiko bleibt. Jagd bedeutet das permanente <a title="Arbeiten" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/arbeiten-1665/">Arbeiten</a> mit Unbekannten und sich st&#228;ndig wechselnden Parametern: Der J&#228;ger mit allen seinen Eigenschaften und die zu jagende Beute mit allen ihren Eigenschaften – beide unterliegen st&#228;ndigen &#196;nderungen, Stimmungen. Nichts ist gleich: die Tagesform des J&#228;gers, das Wild &#228;ndert die Richtung, die Schussentfernung schwankt, das Wetter &#228;ndert sich usw. Die Liste der sich wechselnden Gr&#246;&#223;en w&#228;re endlos. Dass dabei auch einmal etwas schief gehen kann, liegt in der Natur der Sache.</p>
<p>Denn hinter der Waffe sitzt immer noch der Kapit&#228;n, der reagieren muss, selten steuert. Er ist bei Missgeschicken nicht zwangsl&#228;ufig „schuld“, sondern in erster Linie auch nur ein Mensch, der ein Scheitern auf der Jagd bestimmt nicht will! Nicht der Fehler ist dann das Problem, sondern wie wir damit umgehen. Warum ist es so schwer, einzugestehen, dass – wie &#252;berall anders auch – Fehler gemacht werden? In jedem Fall Missgeschicke offen zuzugeben, ist ein lohnender Sprung &#252;ber den eigenen Schatten, denn lernen k&#246;nnen wir alle davon! Schon jetzt ist klar: Ihnen k&#246;nnte das nat&#252;rlich nie passieren – bis es passiert&#8230;</p>
<p>Peter Burkhardt, www.peter-burkhardt.de</p>
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		<title>Jagd sichert Natur vor Wildschaden</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 13:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jagd1</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ablenkfütterung]]></category>
		<category><![CDATA[Jagdrevier]]></category>
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 	Die Abwehr von Wildsch&#228;den ist einer der Hauptgr&#252;nde f&#252;r die Jagdaus&#252;bung in Deutschland. Die J&#228;ger betreiben die Jagd zum Schutz des Waldes und im Interesse der Land- und Forstwirtschaft, um Wildsch&#228;den vorzubeugen. Die Aufgabe der Jagd-Aus&#252;bung ist die Wildbest&#228;nde gem&#228;&#223; dem Abschussplan zu regulieren.
Wildschaden ist eines der Themen mit der J&#228;ger immer wieder konfrontiert [...]]]></description>
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<p> 	Die Abwehr von Wildsch&#228;den ist einer der Hauptgr&#252;nde f&#252;r die <a title="Jagdaus&#252;bung" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdausubung-2119/">Jagdaus&#252;bung</a> in Deutschland. Die <a title="J&#228;ger" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jager-1480/">J&#228;ger</a> betreiben die <a title="Jagd" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagd-2117/">Jagd</a> zum Schutz des Waldes und im Interesse der Land- und Forstwirtschaft, um Wildsch&#228;den vorzubeugen. Die Aufgabe der Jagd-Aus&#252;bung ist die Wildbest&#228;nde gem&#228;&#223; dem Abschussplan zu regulieren.<span id="more-68"></span></p>
<p><strong>Wildschaden</strong> ist eines der Themen mit der J&#228;ger immer wieder konfrontiert werden. Die Regelung des Wildschadens im Jagd-Pachtvertrag hat schon &#246;fter so manchen Jagd-P&#228;chter hohe ungeplante Kosten beschert. Theoretisch ist der Begriff des Jagd- bzw. Wildschadens im Bundesjagdgesetz definiert und der J&#228;ger soll daf&#252;r sorgen, dass die Wilddichte in seinem Jagd-<a title="Revier" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/revier-1501/">Revier</a> kontrolliert ist und die Entwicklung der Forst- und Landwirtschaft gew&#228;hrleistet ist. Generell gelten alle Sch&#228;den die von Wild angerichtet werden als Wildschaden, ersatzpflichtig sind allerdings nur Wildsch&#228;den die von Schalenwild, Wildkaninchen und Fasanen angerichtet worden sind. Ersatzpflichtig ist bei gemeinschaftlichen Jagd-Bezirken die Jagd-Genossenschaft. Der Gesch&#228;digte muss innerhalb von einer Woche den Schaden bei der zust&#228;ndigen Beh&#246;rde <a title="melden" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/melden-2204/">melden</a>. <o:p> </o:p>Diese Regelung l&#228;sst viel Spielraum und oft kommen strittige Fragen zwischen den Jagd-Pachtvertrags-Parteien auf, wenn es um die Begleichung des Wildschadens geht. Eine h&#228;ufige Frage ist z.B. Wann hat der Jagd-Verp&#228;chter Kenntnis &#252;ber einen Wild- oder Jagd-Schaden erlangt? Der J&#228;ger ist angehalten durch konsequente Jagd und Revierpflege die Wildschadensverh&#252;tung zu betreiben und zu oft wird leider erst vor Gericht entschieden, ob der Jagd-Aus&#252;bungsberichtigte f&#252;r den Jagd-Schaden aufkommen mu&#223;. Eine klare Regelung im Vorfeld und ein regelm&#228;&#223;iger Austausch mit dem Jagd-Verp&#228;chter wird helfen eine faiere Regelung f&#252;r Jagd- und Wildschaden zu finden.</p>
<p><strong>Hier unsere Experten-Tipps f&#252;r die Vermeindung von Wildschaden und <a title="Jagdschaden" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/jagdschaden-2130/">Jagdschaden</a>:</strong></p>
<ul>
<li>Die strikte Kontrolle des Wildbestandes und die Einhaltung des Abschussplans ist die Grundvoraussetzung zur Vermeidung von Wildschaden. Wenn in den Ansitzjagden nicht die notwendige Strecke erreicht wird sollten auf jeden Fall Dr&#252;ckjagden bzw. Bewegungsjagden durchgef&#252;hrt werden .<o:p> </o:p></li>
<li> Das Fernhalten des Wildes durch Fl&#228;chenschutz. Man unterscheidet zwischen mechanischem (Elektrozaun) und chemischem Fl&#228;chenschutz (Streich- / Spr&#252;hmittel an B&#228;umen).</li>
<li>Ablenkf&#252;tterungen sind vor allem beim <a title="Schwarzwild" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/schwarzwild-32/">Schwarzwild</a> eine sehr wirksame Ma&#223;nahme zum Fl&#228;chenschutz. Ziel ist es das Schwarzwild m&#246;glichst lange im Wald zu besch&#228;ftigen und das <a title="Brechen" href="http://blog.jagd1.de/jagd-lexikon/brechen-1880/">Brechen</a> auf Gr&#252;nfl&#228;chen zu vermeiden. Eine Salzlecke kann ebenfalls den gew&#252;nschten Effekt mit sich ringen und es empfiehlt sich pro 30 Hektar Jagd-Fl&#228;che einen Salzstein im <a title="Jagdrevier" href="http://blog.jagd1.de/jagdgelegenheiten/jagdrevier-24/">Jagdrevier</a> f&#252;r das Wild bereitzuhalten</li>
</ul>
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